Neuseeland: Deutscher treibt im offenen Meer – seine Jeans rettet ihm das Leben

Vor Neuseeland: Deutscher treibt im offenen Meer – seine Jeans rettet ihm das Leben

Der Deutsche Arne Murke fiel 20 Seemeilen vor der neuseeländischen Küste von Bord. Mehr als drei Stunden lang trieb er im offenen Meer – am Leben ist er nur noch wegen eines Überlebenstricks der Navy Seals.

Arne Murke war gemeinsam mit seinem Bruder Helge auf einer Yacht auf dem Weg vom neuseeländischen Auckland nach Brasilien, wo sie das Motorboot an einen Käufer übergeben sollten. Etwa 20 Seemeilen von der neuseeländischen Küste entfernt, kam es schon kurz nach dem Start ihrer Reise zum Unglück: Bei rauem Wetter fiel Murke von Bord.

„Mein Bruder warf mir sofort eine Rettungsweste zu, aber ich bekam sie nicht zu fassen“, beschrieb der 30-Jährige die dramatischen Szenen dem "New Zealand Herald". „Ich schwamm ohne Schwimmweste im Wasser. Ich hatte nur mein T-Shirt und meine Jeans, das war alles.“

Zu allem Überfluss hatte die Zwölf-Meter-Yacht auch noch einen Motorschaden, sodass Helge nicht zurück zu seinem Bruder fahren konnte, um ihn einzusammeln. Ein Überlebenstrick der US-Elite-Einheit Navy Seals rettete Murke schlussendlich das Leben: So macht man aus einer Hose eine improvisierte Schwimmweste.

Dreieinhalb Stunden harrte der Norddeutsche auf offener See aus, bevor ihn die Küstenwache rettete. Ein Video, das die örtliche Küstenwache auf Facebook postete, zeigt die spektakuläre Rettung. „Glücklicherweise kannte ich den Trick mit der Jeans. Ohne die Jeans wäre ich heute nicht hier, sie war wirklich das, was mich gerettet hat“, sagte Murke nach der Rettung.

Neben der Jeans half ihm der Gedanke an seine Tochter: „Als ich im Wasser war, dachte ich nur, dass ich meine Tochter nicht ohne Vater zurücklassen kann. Das war die größte Motivation.“ Mit dem Segeln will Murke trotz des Schock-Erlebnisses nicht aufhören: „Ich kenne das Risiko, aber ich habe keine Angst davor. Ich werde in Zukunft nur super vorsichtig sein.“

(kron/red)
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