Laut Tepco aber keine weiteren Strahlungslecks: Neue Schäden am Atomkraftwerk Fukushima

Laut Tepco aber keine weiteren Strahlungslecks : Neue Schäden am Atomkraftwerk Fukushima

Tokio (RPO). Ausgetretenes Öl und eine kleinere Explosion haben am havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima Schäden verursacht. Neue Strahlungslecks entstanden nach Angaben der Betreiberfirma Tepco vom Dienstag aber nicht.

Laut Tepco entdeckten Arbeiter im Meer in der Nähe der abgeschalteten Reaktoren 5 und 6 ausgetretenes Öl. Der Ölteppich wurde mit Barrieren eingedämmt, wie Unternehmenssprecher Taichi Okazaki sagte. Die Explosion, die Arbeiter am Reaktor 4 hörten, habe sich vermutlich an einem Gasbehälter ereignet. Nach der Ursache werde gesucht.

Die Hauptprobleme im Atomkraftwerk Daichi betreffen die Reaktoren 1, 2 und 3. Dort haben nach Angaben von Tepco Kernschmelzen stattgefunden. Das Kernkraftwerk nördlich von Tokio war bei der Erdbebenkatastrophe vom 11. März schwer beschädigt worden.

Die Openstars Anna Netrebko und Joseph Calleja sagten unterdessen ihre Teilnahme an einer geplanten Japan-Tournee aus Angst vor radioaktiver Strahlung ab. Die Sopranistin und der Tenor zogen in letzter Minute ihre Zusagen zurück, wie die New Yorker Metropolitan Opera am Dienstag mitteilte. Das Opernhaus musste in aller Eile Ersatzsänger finden, damit die Aufführungen stattfinden können, wie Generalintendant Peter Gelb sagte. Die Tour mit Stationen in Nagoya und Tokio beginnt am kommenden Montag und dauert bis zum 19. Juni.

Der deutsche Tenor Jonas Kaufmann hatte bereits im April seine Teilnahme an der Tournee abgesagt. Der Rest des mehr als 300-köpfigen Ensembles traf am Montag in Nagoya westlich von Tokio ein. Gelb erklärte, er gehe davon aus, dass es sicher sei, in Japan aufzutreten.

(apd/csr)
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