Nach Internet-Aufruf: Area 51 bereitet sich auf Massenansturm vor

40.000 Menschen erwartet : Militärstützpunkt Area 51 bereitet sich auf Massenansturm vor

Für den 20. September wurde im Internet zur Erstürmung der mysteriösen Area 51 in Nevada aufgerufen. Das US-Militärgelände selbst ist streng abgeriegelt – aber in der Gegend rundherum werden Zehntausende erwartet.

Ein Internet-Aufruf zur Erstürmung des von Legenden umrankten US-Militärstützpunkts Area 51 schürt in dem abgelegenen Teil von Nevada Sorgen vor einem Massenansturm. Der Sheriff des dortigen Bezirks Lincoln County, Kerry Lee, sagte am Dienstag, er treffe sich mit Katastrophenschutz- und Krisenbeauftragten des US-Staates. Die örtlichen Behörden haben bereits eine Notstandserklärung vorbereitet, um möglichst rasch reagieren und staatliche Hilfe anfordern zu können, sollte die Lage außer Kontrolle geraten.

Auslöser war eine Scherz-Einladung auf Facebook zur Erstürmung des streng geheimen Testgeländes aus dem Kalten Krieg, für die sich Hunderttausende interessierten oder zusagten. Passieren soll das Ganze am 20. September um 3 Uhr morgens. Die Area 51 gilt unter vielen Verschwörungstheoretikerin als Ort, an dem das US-Militär an Aliens und deren Fluggeräten forscht, die auf der Erde abgestürzt sein sollen.

Die US-Luftwaffe warnte bereits eindringlich davor, das Gelände zu betreten. Aber viele örtliche Unternehmen sind bereits auf den Zug aufgesprungen und hoffen Touristen anzulocken. Die Verwaltung von Lincoln County genehmigte am Montag zwei Veranstaltungen in dem Bezirk mit lediglich 5200 Einwohnern. Im A'Le'Inn in der 50-Seelen-Gemeinde Rachel soll es von 20. bis 22. September ein Musikfestival namens Alienstock geben. Eine der Besitzerinnen des Hotels, Connie West, sagte, sie rechne mit 10 000 Besuchern.

Zweites Event ist eine Ausstellung im Souvenirladen The Alien Research Center in Hiko rund 45 Minuten Autofahrt entfernt von Rachel. Dort leben 120 Menschen.

Da möglicherweise 35 000 bis 40 000 Menschen in die Region strömen, nehme man die Lage sehr ernst, sagte der Vorsitzende der Verwaltungskommission von Lincoln County, Varlin Higbee, dem „Las Vegas Review-Journal“. Die Region sei auf einen solchen Ansturm nicht vorbereitet. Es gebe nur 184 Hotelzimmer, die Campingplätze würden vermutlich überrannt, ebenso wie die Tankstellen. Auch das Mobilfunknetz sei nicht für so viele Menschen ausgelegt, sagte Higbee. „Wenn mehr als ein paar hundert Leute hierherkommen, wird es zusammenbrechen. Es wird keinen Mobilfunk geben.“

Higbee warnte jeden davor, der Area 51 selbst zu nahe zu kommen. „Wir wollen nicht, dass Zivilisten überhaupt mit dem Militär in Kontakt kommen. Das wird übel enden.“

(anst/dpa)
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