1. Panorama
  2. Ausland

Erfolg nach Interpol-Fahndung: Mutmaßlicher Kinderschänder identifiziert

Erfolg nach Interpol-Fahndung : Mutmaßlicher Kinderschänder identifiziert

Paris (RPO). Der von Interpol zur Fahndung ausgeschriebene mutmaßliche Kinderschänder ist identifiziert. Nach Angaben der thailändischen Polizei handelt es sich um einen 32-jähriger Kanadier.

Der Polizeisprecher Apichart Suriboonya sagte der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag, der Verdächtige sei am vergangenen Donnerstag nach Thailand eingereist und halte sich seitdem in dem südostasiatischen Land auf.

Er sei noch nicht festgenommen worden. "Die thailändische Polizei sammelt Beweise und Informationen aus den Nachbarländern", fügte er hinzu. Die internationale Polizeibehörde Interpol bemühe sich derzeit um einen Haftbefehl.

Interpol hatte am Montag erklärt, den international gesuchten Kinderschänder nach mehr als 350 Reaktionen aus aller Welt identifiziert zu haben. Der Mann habe in einer südkoreanischen Schule Englisch unterrichtet. Aus Ermittlungsgründen hatte Interpol darauf verzichtet, seinen Namen, seine Nationalität sowie sein Geburtsdatum zu veröffentlichen.

Dank der Unterstützung der südkoreanischen und thailändischen Behörden sei bekannt, dass der Verdächtige am 11. Oktober von Seoul nach Bangkok geflogen sei. Dort sei er von Überwachungskameras gefilmt worden. Die Bilder veröffentliche Interpol. Wer den Mann erkenne, solle sich umgehend mit der örtlichen Polizei oder der jeweiligen Interpol-Stelle in seinem Land in Verbindung setzen.

Der Generalsekretär von Interpol, Ronald Noble, begrüßte die Reaktionen und den "bemerkenswerten Beitrag der Öffentlichkeit", "die in einem so kurzen Zeitraum so beachtliche Fortschritte" ermöglicht hätten. Interpol hatte am 7. Oktober erstmals einen mutmaßlichen Pädophilen zur weltweiten Fahndung ausgeschrieben.

Grundlage waren im Internet entdeckte Bilder des Mannes mit Jungen ab einem Alter von etwa sechs Jahren. Das Bundeskriminalamt BKA hatte das auf den Fotos digital verfälschte Gesicht des Täters rekonstruiert. Laut Interpol reist der unter dem Pseudonym Vico gesuchte Mann vermutlich um die Welt, um seine sexuellen Neigungen zu befriedigen.

(ap)