Verdächtiger schweigt zu Vorwürfen: Mutmaßlicher Kannibale in Psychiatrie eingeliefert

Verdächtiger schweigt zu Vorwürfen : Mutmaßlicher Kannibale in Psychiatrie eingeliefert

Wien (RPO). Ein unter Kannibalismusverdacht stehender Deutscher ist nach der Ermordung eines Mannes in einer Obdachlosen-Unterkunft in Wien in die Psychiatrie eingewiesen worden. Der Mann soll einen Mitbewohner erschlagen, aufgeschlitzt und seine Organe auf einem Teller angerichtet haben.

Ein Richter habe am Donnerstag mit dem Verdächtigen gesprochen und beschlossen, ihn in die Psychiatrie im niederösterreichischen Göllersdorf bringen zu lassen, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien, Gerhard Janosch, am Freitag.

Der junge Mann aus dem Raum Köln soll seinen Mitbewohner in der Sozialeinrichtung am Sonntag ermordet haben: Das 49-jährige Opfer wurde mit einer Zehn-Kilo-Hantel erschlagen und dann mit einem Messer "vom Kehlkopf bis zu den Genitalien" aufgeschlitzt, wie die Ermittler erklärten.

Aus dem völlig zerschmetterten Kopf waren laut Obduktionsbericht "Schädelmasse und ein Teil der Zunge" entnommen worden. Diese Organe hatte der Verdächtige auf einem Teller angerichtet, als ihn die Polizei am Dienstag mit blutverschmiertem Mund festnahm.

DNA-Untersuchungen konnten noch nicht abschließend klären, ob der 19-Jährige von den Organen seines Opfers gegessen hatte.

(ap)
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