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Moschee in Malaysia mit Schweinefleisch beworfen

Penang in Malaysia : Moschee mit Schweinefleisch beworfen

Ein Angriff auf ein Gotteshaus in Penang provoziert neuerliche Spannungen zwischen Christen und Muslimen in Malaysia. Am frühen Sonntagmorgen warfen Unbekannte ein Stück Schweinefleisch vor eine Moschee, wie malaysische Medien berichteten.

Ende Januar hatte ein Anschlag mit Molotow-Cocktails auf eine katholische Kirche in Penang für Unruhe gesorgt. Kurz zuvor hatten Unbekannte vor Kirchen Transparente mit der Aufschrift "Allah ist groß. Jesus ist der Sohn von Allah" angebracht.

Beobachter halten die Schweinefleischattacke für eine mögliche Vergeltungsaktion von Christen. Der Chefminister von Penang, Lim Guan Eng, rief die Angehörigen aller Religionen auf, Ruhe zu bewahren und sich nicht provozieren zu lassen. Schweine gelten Muslimen als unreine Tiere, deren Fleisch sie weder essen noch berühren dürfen.

Der Inselstaat Penang ist einer der wirtschaftlich am weitesten entwickelten Bundesstaaten Malaysias. Dort regiert die Parteienkoalition Pakatan Rakyat (PR), die im Landesparlament in Kuala Lumpur in der Opposition ist. Während Malaysias Regierungspartei, United Malays National Organisation (UMNO), eine Vorrangstellung muslimischer Malaien gegenüber anderen religiösen und ethnischen Bevölkerungsgruppen verteidigt, tritt die PR für eine Gleichheit aller Religionen und Volksgruppen ein.

(KNA)