"Axt-Verbrechen" sorgte für Aufregung: "Mord" bei Google Street View ist aufgeklärt

"Axt-Verbrechen" sorgte für Aufregung : "Mord" bei Google Street View ist aufgeklärt

Nichtsahnend schlendert ein Nutzer von Google Street View virtuell durch die Straßen Schottlands und kann seinen Augen kaum trauen: Ein Mann flüchtet nach einem Mord - und das genau in dem Moment, als das Street-View-Auto die Straße fotografiert.

Ein Mann rennt mit einer Axt in der Hand die Straße entlang, ein anderer liegt vermeintlich tot auf dem Boden. Alles sieht nach einem Mord am helllichten Tag aus. Aufgenommen von der Street-View-Kamera von Google. Diese Entdeckung machte ein Nutzer, als er das Programm benutzte, um sich die Giles Street im schottischen Leith anzusehen.

Foto: Screenshot Street View

Wenn man glaubt einen Mord entdeckt zu haben, ruft man natürlich als erstes die Polizei. Die ging dem Hinweis sofort nach und fuhr gleich zum "Tatort". Dort stellten die Beamten fest, dass der totgeglaubte Mann ziemlich lebendig an besagter Straßenecke steht. Das mutmaßliche Mordopfer ist Kneipenbesitzer Dan Thompson und sehr lebendig.

Dann klärte Thompson die Beamten über den Vorfall auf: "Wir haben uns nur einen Scherz erlaubt", so der 31-jährige Hobby-Schauspieler. "Wir haben das Street-View-Car um die Ecke fahren sehen und hatten nur 20 Sekunden Zeit um den "Mord" zu planen", erzählt Thompson dem "Independet". Dann ging alles ganz schnell. "Ich legte mich auf die Straße und Gary holte schnell die Axt aus der Garage", so der Kneipenbesitzer.

Foto: Screenshot Street-View

Dass tatsächlich irgendwann jemand virtuell durch die Giles Street spazieren würde und diesen vermeintlichen Mord "beobachten" könnte, damit hätte Thompson nicht gerechnet: "Ich dachte immer, die Menschen verschwenden nicht ihre Zeit damit, die kleine Straße in Leith bei Street-View anzusehen", wundert sich Thompson.

Den Polizisten war, laut eigener Aussage, bereits von Anfang an klar, dass es sich bei diesem Vorfall um einen Witz handelt.

(skr)