Karibik: Mindestens 43 Tote durch Tropensturm "Noël"

Karibik : Mindestens 43 Tote durch Tropensturm "Noël"

Havanna/Port-au-Prince (RPO). Durch Tropensturm "Noël" sind in der Dominikanischen Republik und in Haiti mindestens 43 Menschen ums Leben gekommen. Am späten Dienstagabend bewegte sich der Sturm langsam über Kuba hinweg. Dort wurden mindestens 2000 Menschen vorsorglich in Sicherheit gebracht.

In Haiti starben laut Behördenangaben und Augenzeugen mindestens 13 Menschen. Zahlreiche Häuser wurden zerstört, viele Menschen galten noch als vermisst. Viele Opfer wurden von über die Ufer gertretenen Flüssen mitgerissen, andere von Schlammlawinen und Erdrutschen verschüttet.

Bei zwei Opfern in der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince handelte es sich um eine Frau und ihre 14-jährige Tochter, die ums Leben kamen, als ein umgestürzter Baum ihr Wohnhaus zum Einsturz brachte. Zwei Jungen wurden bei dem Vorfall verletzt.

Wegen der seit zwei Tagen andauernden Regenfälle wurden nach Angaben eines Augenzeugen mehrere Armenviertel von Port-au-Prince zerstört. Blauhelmsoldaten der UN-Mission in Haiti leisteten den Betroffenen Unterstützung. Schulen und Behörden blieben geschlossen.

In der Dominikanischen Republik wurde die Zahl der Todesopfer während des Sturms "Noël" auf 30 heraufgesetzt. Weitere 15 Menschen würden vermisst, teilte das Katastrophenschutzzentrum in Santo Domingo mit. Die Opferzahl dürfte weiter steigen.

Allein in der Provinz San Cristobal rechneten die Behörden mit 25 Toten. Mehr als 25.000 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen.

(afp)