Millionenstadt Wuhan stoppt kompletten Autoverkehr

Aus Angst vor Coronavirus : Hongkong verbietet Zug- und Flugreisen nach Wuhan - Millionenmetropole stoppt Autoverkehr

Noch immer steht die chinesische Millionenstadt Wuhan unter Quarantäne. Jetzt wurde der Autoverkehr auf Eis gelegt. Es gibt aber einige Ausnahmen.

Im Kampf gegen die Lungenkrankheit will die schwer betroffene zentralchinesische Metropole Wuhan jetzt auch den Autoverkehr weitgehend stoppen. Wie das Staatsfernsehen am Samstag unter Hinweis auf die Krisenzentrale in Wuhan berichtete, werden die größeren Bezirke der Elf-Millionen-Stadt von Sonntag an für Fahrzeuge geschlossen. Ausnahmen gebe es nur für Autos mit besonderen Genehmigungen, für Behördenfahrzeuge und Versorgungstransporte.

In Wuhan waren am Donnerstag bereits der öffentliche Nahverkehr, die Fernbusse sowie Zug- und Flugverbindungen in andere Städte gestoppt worden. In der Provinz Hubei sind seither in mehr als einem Dutzend weiterer Städte ähnliche Beschränkungen der Bewegungsfreiheit für die Bewohner erlassen worden, um eine weitergehende Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verhindern. Insgesamt sind mehr als 40 Millionen Menschen betroffen.

Auch Hongkong reagierte und stoppte sämtliche Flug- und Schnellzugverbindungen von und nach Wuhan, wie Regierungschefin Carrie Lam ankündigt. Sie verhängte einen "Virus-Notstand", mit dem die Ausbreitung des Erregers in der Finanzmetropole eingedämmt werden soll. So bleiben Hongkonger Schulen bis zum 17. Februar und damit länger als bis zum Ende der Ferien anlässlich des chinesischen Neujahrsfestes geschlossen. Sämtliche öffentlichen Neujahrsfeiern in der chinesischen Sonderverwaltungszone werden abgesagt ebenso wie offizielle Besuche von Hongkonger Politikern in der Volksrepublik. In Hongkong sind fünf Corona-Fälle bestätigt. Bei 122 Patienten besteht der Verdacht, dass sie mit dem Virus infiziert sind.

(mja/dpa)