Verrückte Aktion in Brasilien Millionär wollte Bentley begraben — oder nicht?

Brasilia · Tagelang schlug der Millionär Conde Chiquinho Scarpa auf Facebook die Trommeln: Er wolle seinen heiß geliebten Bentley begraben. Und zwar inmitten seines Gartens. Ob er es am Ende wirklich getan hat?

 Mit solchen Bilder auf Facebook warb Scarpa für seine "Beerdigung"-Aktion.

Mit solchen Bilder auf Facebook warb Scarpa für seine "Beerdigung"-Aktion.

Foto: Screenshot Facebook

Ist der Mann irre oder hat er einfach zu viel Geld? Das dürfte sich in den vergangenen Tagen mancher Brasilianer gefragt haben, als er in der Presse von Conde Chiquinho Scarpa las. Denn der Millionär hatte auf seiner Facebook-Seite verkündet, sein Lieblingsauto begraben zu wollen — einen schicken schwarzen Bentley.

Er wolle es den Pharaonen gleich tun, die ebenfalls so manche Besitztümer mit ins Grab bekamen, um sie auf der "anderen Seite" weiterhin bei sich zu haben. Und so postete der Millionär ein Bild von einem Loch in seinem Garten. Er selbst, schick im Anzug, hält einen Spaten, und im Hintergrund parkt der Wagen. Kein Wunder, dass seine Seite innerhalb kürzester Zeit mehr als 111.000 Fans hatte.

Später geht er sogar mit einem Bagger ran, um das Loch zu vergrößern. Und am Ende bekommt sein Wagen vor der "Beerdigung" auch noch eine letzte Politur. Der Countdown zum Begraben seines Wagens ist inzwischen abgelaufen, und tatsächlich zeigten brasilianische Webseiten am Freitag Bilder, auf denen der Bentley in das Loch rollt.

Aber wirklich begraben hat Scarpa den Wagen am Ende doch nicht. Via Facebook gestand er es schließlich ein — und auch, was er mit der Aktion bezwecken wollte. Denn jeder habe es für absurd gehalten, falls er dies tun wolle. Absurd, so schreibt er, sei es aber auch, seinen Körper zu begraben, der viele Leben retten könnte.

"Seien sie Spender", schreibt er noch und macht damit deutlich, dass er mit der Aktion vor allem eins tun wollte: für die Organspende werben. Von seinen Facebook-Fans jedenfalls gab es dafür eine Menge Lob. Von "genial" über "Glückwunsch" bis "sensationell" reichten die Kommentare unter dem letzten Pinnwand-Eintrag

(das)
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