Militärflugzeug in Algerien abgestürzt - mindestens 257 Tote

Kurz nach dem Abheben auf Feld gestürzt: Militärflugzeug in Algerien abgestürzt - mindestens 257 Tote

Ein algerisches Militärflugzeug ist am Mittwoch in der Nähe des Flughafens Boufarik abgestürzt. Dabei kamen nach jüngsten Angaben 257 Menschen ums Leben.

Unter den Toten seien zehn Besatzungsmitglieder und 247 Passagiere, mehrheitlich Militärs und ihre Familienangehörigen, teilte das Verteidigungsministerium am Mittwoch in Algier mit. Auch der regierungsnahe TV-Sender Ennahar berichtet von mindestens 257 Toten, wie die Nachrichtenagentur dpa meldet. Zuvor war von mindestens 181 Toten die Rede.

Einige Insassen seien mit schweren Verbrennungen aus dem Rumpf der Iljuschin Il-76 geborgen worden, einem Transportflugzeug sowjetischer Bauart, sagte der Sprecher der Zivilschutzbehörde, Farouk Achour, der Nachrichtenagentur AP. Mehr als 300 Einsatzkräfte seien an der Absturzstelle.

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Der Sprecher der Behörde fügte hinzu, an Bord der Il-76 seien Soldaten gewesen. Gestartet sei sie im Militärstützpunkt Boufarik - rund 30 Kilometer von der Hauptstadt Algier entfernt. Kurz nach dem Abheben sei sie auf ein Feld gestürzt. Der Fernsehsender Ennahar zeigte Bilder von aufgereihten Leichensäcken. Das Verteidigungsministerium erklärte, die Unglücksursache sei noch unklar - eine Untersuchung laufe.

Achour zufolge war das Flugzeug auf dem Weg nach Bechar im Südwesten Algeriens und sollte in Tindouf zwischenlanden. Dort leben zahlreiche Flüchtlinge aus der Westsahara, die von Marokko annektiert worden ist.

(das/AP/AFP/dpa)