Mick Jagger Freundin L'Wren Scott ist tot - The Rolling Stones sagen Konzert ab

The Rolling Stones sagen Konzert ab : Mick Jaggers Freundin L'Wren Scott tot aufgefunden

Die Freundin von Rolling-Stones-Frontmann Mick Jagger, L'Wren Scott, ist tot in einem Appartement aufgefunden worden. Medienberichten zufolge wurde sie erhängt vorgefunden. Jagger sei am Boden zerstört, berichtet sein Sprecher. Weggefährten reagierten bestürzt. Die Rockband sagte ihr Konzert in Perth ab.

Die 49-jährige L'Wren Scott, die als Designerin und Model arbeitete, sei am Montagmorgen leblos in ihrer New Yorker Wohnung gefunden worden, berichtete unter anderem die "New York Daily News". Später bestätigte auch die New Yorker Polizei, dass es sich um Scott handelte.

Sie wurde in ihrer Wohnung auf der Eleventh Avenue im Stadtteil Chelsea aufgefunden. Die Rettungskräfte hätten ihren Tod festgestellt. "Sie wurde umgehend für tot erklärt", sagte eine Polizei-Sprecherin. Ermittlungen seien eingeleitet. Gerichtsmediziner würden die Todesursache untersuchen.

Ein Sprecher von The-Rolling-Stones-Sänger Mick Jagger sagte dem US-Sender ABC, Jagger sei "komplett geschockt und niedergeschmettert" von der Nachricht. Die Stones sind derzeit auf Tournee in Australien. Nach der Hiobsbotschaft haben die Rolling Stones ihr Konzert an diesem Mittwoch in Perth abgesagt, teilte der Tourveranstalter Frontier Touring auf Facebook mit.

"Es gibt zunächst keine weiteren Informationen", hieß es. Damit ist unklar, ob das Konzert nachgeholt wird und ob die anderen Auftritte in Australien wie geplant stattfinden. Das nächste Konzert war für den 25. März in Sydney geplant.

Spekulationen um Suizid

Die Untersuchung des Falls dauere an, auch zu Todesursache gab es keine offiziellen Angaben. In Medienberichten war von einem möglichen Selbstmord die Rede. Demnach wurde Scott gegen 10 Uhr vormittags an einem Schal an ihrer Tür erhängt von ihrer Assistentin aufgefunden. Die Polizei geht nicht von einem Gewaltverbrechen aus. Ein Abschiedsbrief wurde nicht gefunden.

Nur etwa anderthalb Stunden vor ihrem Tod, gegen 8.30 Uhr, soll Scott ihrer Assistentin noch eine Botschaft mit dem Handy geschickt und sie aufgefordert haben, in ihre Wohnung zu kommen. Dort fand sie deren leblosen Körper und benachrichtigte die Polizei.

Die New Yorker Feuerwehr teilte mit, sie sei wegen eines "möglichen Herzstillstands" gerufen worden. Die Rettungskräfte hätten bei ihrem Eintreffen eine Leiche vorgefunden. Weitere Details dürften vor der umfassenden Unterrichtung der Angehörigen nicht öffentlich gemacht werden, sagte ein Sprecher.

Die Designerin war seit Anfang der 2000er Jahre mit dem Rolling-Stones-Sänger zusammen. Immer wieder kursierten Gerüchte, die beiden wollten heiraten. Wie es hieß, hat die - ihn körperlich überragende und ein Vierteljahrhundert jüngere - Stylistin den Rocker stets fest im Griff gehabt.

Auch die First Lady trug Scotts Kreationen

Jaggers Sprecher sagte der "Daily Mail", der Sänger und Scott seien bis heute ein Paar gewesen. Auf dem Twitter-Account Scotts waren noch am Montag Meldungen veröffentlicht worden.

Das mehr als 1,90 Meter große Model hatte als Designerin mit Prominenten wie Madonna, Sarah Jessica Parker, Nicole Kidman und Angelina Jolie zusammengearbeitet. Auch die US-amerikanische First Lady Michelle Obama war bereits in Kreationen von Scott gesehen worden.

Mitte Februar hatte L'Wren Scott die Präsentation ihrer Kollektion bei der Londoner Modewoche kurzfristig abgesagt. Als Grund waren Verzögerungen in der Produktion genannt worden. Sie hatte die neuen Modelle stattdessen über soziale Medien vorstellen wollen.

Freunde reagieren bestürzt

Prominente Freunde und Bekannte von Scott reagierten bestürzt auf die Nachricht von ihrem Tod. "Ich bin untröstlich nach dem Verlust der großartigen und talentierten L'Wren Scott", schrieb Jaggers Ex-Frau Bianca Jagger bei Twitter. "Möge sie in Frieden ruhen." Scott sei eine "seltene, wundervolle und talentierte Seele" gewesen, schrieb die Schauspielerin Bette Midler. "Ich bin erschüttert."

Es gebe keine Worte, die beschreiben könnten, wie sie sich fühle, zitierte die "New York Times" Scotts Designer-Kollegin Diane von Furstenberg. "Ich wünschte, sie hätte um Hilfe gebeten, so dass eine solche Tragödie nie passiert wäre." Scott sei "brillant, elegant, liebenswürdig und großzügig" gewesen, schrieb die Schauspielerin Olivia Wilde. "Was für eine Tragödie."

(AFP dpa AP)