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Melbourne: Australier mutmaßlich bei Explosion von Sprengstoffweste getötet

Polizeieinsatz in Melbourne : Australier mutmaßlich bei Explosion von Sprengstoffweste getötet

Nach einer Explosion in einem Auto in Melbourne mit einem Toten vermutet die Polizei eine Fehlzündung einer Sprengstoffweste als Auslöser. Der Fahrer war kurz vor der Detonation über eine Bodenwelle gefahren.

Die australische Polizei untersucht den Tod eines Mannes, der Berichten zufolge durch eine Sprengstoffweste ums Leben kam. Er soll die Weste getragen haben, als er mit seinem Auto in der australischen Stadt Melbourne fuhr und der Sprengstoff detonierte.

Die Detonation sei vermutlich ausgelöst worden, als der Wagen am Samstagmorgen in einem Vorort von Hallam über eine Bodenschwelle fuhr, berichtete der Sender Seven News. Das Video einer Sicherheitskamera zeigte, wie der Blitz der Explosion über das Dach und aus dem Fenster der Fahrerseite aufstieg. Eine Bodenschwelle war auf dem Video nicht zu erkennen. Das Auto fuhr noch einige hundert Meter weiter, bevor es gegen ein geparktes Fahrzeug prallte. Der 43-jährige Fahrer wurde tot in seinem Wagen gefunden, wie die Polizei angab.

Der Bombenentschärfungsdienst arbeitete daran, den Sprengstoff im Auto zu entschärfen, hieß es weiter. Die Umstände des Todes des Mannes würden untersucht, aber er würde nicht als Opfer eines Verbrechens betrachtet. Wohin der Mann unterwegs war, teilte die Polizei nicht mit.

Unmittelbar vor seinem Tod soll er am Haus seiner Ex-Partnerin gewesen sein, wie Seven News berichtete. „Ich hörte um 11 Uhr einen großen, lauten Knall und schaute aus dem Fenster meines Hauses und sah, dass ein Auto durch den Kreisverkehr gefahren war, ohne zu bremsen oder ähnliches, und verunglückte“, sagte der Augenzeuge Ben Augel dem Sender. Dieser beschrieb den Fahrer als ehemaligen Soldaten und Vater. Auf einer Backsteinmauer in der Nähe des Unglücksortes war ein Spruch zu lesen: 'Papa, für immer mein Soldat' mit einem Liebesherz.

(th/dpa)