Melania Trump: Jacke sorgt für weltweite Entrüstung

„Ist mir echt egal“ : Jacke von Melania Trump sorgt weltweit für Empörung

First Lady Melania Trump sorgt mit dieser Jacke für Empörung

Melania Trumps Besuch in einem texanischen Heim für Migrantenkinder ist dank ihres eigenwilligen Outfits zur Nebensache geworden. Mit dem Spruch „Ist mir echt egal“ auf dem Rücken sorgte die First Lady für einen Sturm der Entrüstung.

Beim Abflug aus Washington und bei ihrer Rückkehr trug die First Lady eine olivgrüne Kapuzenjacke im Militärstil mit folgendem weißen Graffiti-Schriftzug auf dem Rücken: „Es ist mir echt egal, und euch?“ („I really don't care, do u?“) Dies sorgte nicht zuletzt vor dem Hintergrund ihrer Reise für Diskussionen in den USA.

Auf die Frage, was die First Lady den Amerikanern und dem Rest der Welt mit dem Rücken-Spruch sagen wollte, wiegelte ihre Sprecherin Stephanie Grisham ab: „Es ist eine Jacke. Es gab keine versteckte Botschaft.“ Und nach der wichtigen Visite in Texas hoffe sie, dass die Medien es nicht vorzögen, sich auf ihre Garderobe zu fokussieren, ergänzte Grisham.

Angeblich Reaktion auf „Fake News“

Später legte die Sprecherin mit einem Tweet und passendem Hashtag nach: #SheCares and #ItsJustAJacket. Doch Präsident Donald Trump sah doch eine unverhohlene Botschaft hinter der Jackenwahl seiner Ehefrau. Damit habe die First Lady auf die „Fake-Nachrichtenmedien Bezug nehmen“ wollen, schrieb er. „Melania hat erlebt, wie unehrlich sie sind, und es ist ihr inzwischen echt egal!“

Eine Rückblende: Bevor ihre Maschine am Donnerstag im texanischen McAllen landete, wechselte Melania in eine unauffälligere gelbe Jacke. Dann absolvierte sie ihren Besuch in einem Heim, in dem 55 Kinder von Migranten untergebracht sind.

Schon da machten erste Fragen über ihre erste Jacke die Runde, was Frau Trump aber offenbar nicht daran hinderte, bei der Landung in Washington wieder bei 26 Grad Außentemperatur ins auffällige, olivgrüne Exemplar zu schlüpfen.

Kurze Zeit später war „Es ist mir echt egal, und euch?“ Thema bei Twitter. Ein aufgebrachter User nutzte ein Foto vom Jackenrücken, um Gruppen zu bewerben, die sich für Kinder von Migranten einsetzen.

Kein Einzelfall

All diese Aufregung um 39 Dollar, könnte man denken. So viel soll die Jacke nämlich kosten. Sie gehört zu Frühlings- und Sommerkollektion 2016 von Zara, einem Textilunternehmen mit Sitz in Spanien, das neben den USA in vielen anderen Ländern der Welt präsent ist. Zara wollte sich zum Fall Melania Trump nicht äußern. In Geschäften des Konzerns ist die Jacke nicht mehr zu haben, doch tauchten im Netz bald einige Exemplare auf, die Verkäufern moderate Profite bescherte.

Die frech-jugendliche Jacke der First Lady stand in scharfem Kontrast zu ihrer üblichen hochpreisigen Garderobe mit internationalem Flair.

Dabei ist es nicht das erste Mal, dass Melania mit ihrer Modewahl für Aufsehen gesorgt hat. Im August 2017 stieg sie in Stilettos mit Pfennigabsatz in die Air Force One, um an der Seite ihres Mannes Hurrikanopfer in Texas zu besuchen. Bei der Landung wechselte sie dann in weiße Turnschuhe.

Allerdings musste sich auf der anderen Seite des politischen Spektrums ihre Vorgängerin Michelle Obama oft Kritik anhören, weil sie sich gerne ärmellos zeigte. Und eine Rede ihres Ehemanns Barack Obama geriet 2014 ebenfalls fast zur Nebensache, weil er in einen als unvorteilhaft gerügten beigen Anzug geschlüpft war.

(mro/dpa)
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