Max-Planck-Forscherin auf Kreta wurde offenbar erstickt

Mordermittlungen eingeleitet : Max-Planck-Forscherin auf Kreta wurde offenbar erstickt

Nach dem Tod einer Forscherin des Dresdner Max-Planck-Instituts auf Kreta gibt es Hinweise auf ein Gewaltverbrechen. Die Leiche der 59-Jährigen lag in einem verlassenen Höhlensystem nahe der Stadt Chania.

"Das war ein Verbrechen, Tod durch Ersticken", hieß es am Donnerstag von Seiten der griechischen Polizei. Lokalen Medienberichten zufolge fanden zwei Gerichtsmediziner Hinweise darauf, dass Nase und Mund der US-Wissenschaftlerin zugehalten wurden. Ob dies zu ihrem Tod geführt habe, sei aber unklar.

Die Leiche der 59-Jährigen war am Montagabend in einem verlassenen Höhlensystem nahe der Stadt Chania gefunden worden. Der Höhlenkomplex wurde im Zweiten Weltkrieg von deutschen Soldaten als Bunker genutzt.

Das Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden, wo die Biologin eine Forschungsgruppe geleitet hatte, erklärte, die Polizei auf Kreta habe Mordermittlungen eingeleitet. Den Angehörigen des Opfers sprachen das Institut und seine Mitarbeiter ihr Beileid aus.

"Wir werden uns für immer an die außergewöhnliche Wissenschaftlerin erinnern, die so fürsorglich und hingebungsvoll zu ihrer Familie und ihren Freunden war", hieß es in einer Mitteilung. "Wir können diese schockierende und schreckliche Tragödie immer noch nicht begreifen."

Die Wissenschaftlerin, die auch Professorin am Biotechnologiezentrum der Technischen Universität Dresden war, war zuletzt am 2. Juli auf einer Konferenz in Chania gesehen worden.

(lukra/AFP)
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