Mali: Niederländische Blauhelmsoldaten bei Hubschrauberabsturz getötet

Hubschrauberabsturz: Niederlande bestürzt: Zwei Blauhelme in Mali getötet

Bei einem Hubschrauberabsturz im Norden Malis sind zwei niederländische Blauhelmsoldaten ums Leben gekommen. Ein Kommandeur der UN-Mission in Mali erklärte, der Apache-Helikopter sei nicht angegriffen worden.

Die Besatzung habe aus unbekannten Gründen nahe der Stadt Gao eine Notlandung versucht, dabei sei der Hubschrauber abgestürzt. Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte bestätigte den Tod der UN-Blauhelme.

Ruttes Militärchef Tom Middendorp sagte am Dienstagabend bei einer Pressekonferenz in Den Haag, einer der Soldaten habe den Absturz überlebt, sei aber später an seinen schweren Verletzungen gestorben. Fremdeinwirkung schloss er nicht gänzlich aus, auch wenn diese unwahrscheinlich sei. "Alles deutet auf einen Unfall hin, aber wir können das noch nicht bestätigen."

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Die Toten seien 30 und 26 Jahre alt gewesen, sagte Middendorp. Ein zweiter Apache-Hubschrauber habe versucht, den Männern zu helfen, während ein französischer Helikopter den Ort aus der Luft absicherte. Der Weltsicherheitsrat in New York brachte am späten Dienstagabend (Ortszeit) sein Bedauern über den Tod der beiden Niederländer zum Ausdruck.

"Die Niederlande sind schwer getroffen von diesem fürchterlichen Unfall und dem Tod zweier niederländischer Soldaten", sagte Rutte dem Fernsehsender NOS. Die Blauhelme des Landes verrichteten dort wichtige, aber auch sehr gefährliche Arbeit. Die Niederlande beteiligen sich mit 450 Soldaten und sieben Hubschraubern an der UN-Mission, die den lange umkämpften Norden Malis stabilisieren soll.

(ap)
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