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Mai 2020 war der weltweit wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen

Größte Ausschläge in der Antarktis : Mai 2020 war der weltweit wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen

Der diesjährige Mai war weltweit der wärmste seit dem Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1979. Das teilte der europäische Klimawandeldienst Copernicus (Copernicus Climate Change Service, C3S) in London mit.

Demnach lag die Temperatur im Durchschnitt 0,63 Grad Celsius über der durchschnittlich gemessenen Temperatur der Jahre 1981 bis 2010.

Die größten Ausschläge wurden in Alaska, der Antarktis und in Sibirien gemessen. In Sibirien lag die Temperatur sogar bis zu 10 Grad über dem historischen Durchschnitt.

In Europa zeigte sich ein geteiltes Bild. Während die Temperaturen im Süden und Westen des Kontinents über dem Durchschnitt lagen, war es in weiten Teilen Nord-, Mittel-, und Osteuropas kälter als in vergangenen Jahren. Zusammengenommen lag die Temperatur in Europa daher - entgegen dem globalen Mittel - leicht unter dem Durchschnitt.

Der Klimawandeldienst der EU erstellt monatlich Berichte über die Lufttemperatur, das Meereis und den Wasserkreislauf. Dabei wird auf Daten von Satelliten, Schiffen, Flugzeugen und Wetterstationen rund um den Globus zurückgegriffen. Sein eigener Datensatz reicht bis 1979 zurück. Obwohl der Mai in Europa eher kühl gewesen sei, habe der gesamte Frühling 2020 - März bis Mai - in Europa über dem Durchschnitt gelegen.

(anst/dpa)