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Maastricht: Asylsuchender stirbt bei Festnahme durch Polizei

Tödlicher Einsatz in Maastricht : Asylsuchender stirbt bei Festnahme in Einkaufszentrum

In Maastricht ist ein Mann gestorben, als die niederländische Polizei ihn festnehmen wollte. Der 35-Jährige habe am Dienstag in einem Einkaufszentrum randaliert und bei der Festnahme Widerstand geleistet, sagt die Polizei.

Demnach seien ein Polizist und ein Vertreter der niederländischen Gendamerie "Marechaussee" in das Einkaufszentrum gekommen, in dem der Mann für Unruhe sorgte. Sie sprachen den Randalierer an und fragten nach seinem Ausweis. Daraufhin habe dieser laut Polizei aggressiv reagiert und den Gendarmen mehrfach geschlagen.

Die Einsatzkräfte versuchten, den Mann unter Kontrolle zu bringen und setzten dabei auch Pfefferspray ein. Das habe allerdings keine Wirkung gezeigt. Es kam zu einer Schlägerei, bei der drei Passanten, unter denen auch ein Polizist in zivil war, versucht haben, den Einsatzkräften zu helfen.

Dabei habe der Randalierer das Bewusstsein verloren. Der niederländische Sender NOS berichtet, der Mann sei blau angelaufen. Die Einsatzkräfte hätten den Rettungsdienst gerufen und versucht, den 35-Jährigen zu reanimieren. Im Krankenhaus wurde dann der Tod festgestellt.

Der Mann kam aus Mazedonien und hatte versucht in den Niederlanden Asyl zu bekommen. Am Dienstag habe er wohl den Ablehnungsbescheid bekommen. Wie er gestorben ist, ist laut niederländischer Polizei noch nicht klar. Das soll jetzt eine Untersuchung klären.

(see)