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Vorwürfe der Sexualisierung von Kindern Luxus-Label Balenciaga löst mit Fetisch-Teddys Shitstorm aus

Paris · Eine Werbekampagne von Balenciaga hat für viel Aufsehen gesorgt. Kinder wurden mit Teddybärtaschen im Fetischlook abgelichtet. Auch ein weiteres Detail in den Aufnahmen gibt zu Denken.

Kim Kardashian ist entsetzt.

Kim Kardashian ist entsetzt.

Foto: AFP/JEAN-BAPTISTE LACROIX

Die Luxusmarke Balenciaga hat mit einer Werbekampagne mit Kindern und Teddybärtaschen im Fetischlook heftige Kritik eingefahren. Für Ärger sorgte die Bewerbung der Geschenkekollektion des Designerlabels auch, weil in einer weiteren aktuellen Kampagne im Hintergrund alte Gerichtsdokumente zu einem Urteil um Kinderpornografie zu sehen waren. Auf Twitter nannten Userinnen und User die Werbung am Dienstag furchtbar und riefen zum Boykott der Marke auf.

Reality-Star Kim Kardashian hatte am Montag geschrieben, sie sei von den Kampagnen angewidert und entsetzt gewesen. „Als Mutter von vier Kindern haben mich die verstörenden Bilder erschüttert.“ Jeglicher Versuch, Kindesmissbrauch zu normalisieren, habe keinen Platz in der Gesellschaft.

Das Modehaus des französischen Konzerns Kering entschuldigte sich und räumte eine Reihe schwerer Fehler in den Kampagnen ein, wie es in einem von Kreativdirektor Demna Gvasalia veröffentlichten Schreiben hieß. „Wir verurteilen Kindesmissbrauch. Es war nie unsere Absicht, es in unser Narrativ einzubinden.“ Die Teddybärtaschen mit Ledergeschirr hätten nicht mit Kindern gezeigt werden sollen. Balenciaga trage die Verantwortung dafür, die Kampagne wurde von allen Plattformen genommen.

Von dem Luxuslabel hieß es zudem, in der Werbekampagne für das Frühjahr hätten Dienstleister anders als vereinbart als Requisiten nicht nachgeahmte Bürounterlagen, sondern echte Gerichtsdokumente zur Verfügung gestellt. Dass diese nicht genehmigten Dokumente dabei waren, sei das Resultat von Fahrlässigkeit gewesen. Balenciaga vermutet, dass die echten Dokumente vom Dreh eines TV-Dramas stammen. Das Modehaus habe eine Klage eingereicht. Interne und externe Untersuchungen liefen.

Hinweis zu dem Foto: Wir hatten das Bild in kleinem Format zunächst aus dokumentationsgründen gezeigt, uns nun aber entschieden, es herauszunehmen.

(boot/dpa)
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