Lombok in Indonesien: Zahl der Toten nach Erdbeben steigt auf 319

Verheerendes Erdbeben: Zahl der Toten auf Lombok steigt auf 319

Starkes Nachbeben erschüttert indonesische Insel Lombok

Vier Tage sind vergangen seit dem Erdbeben auf der indonesischen Insel Lombok. Und noch immer steigt die Zahl der Todesopfer: Indonesiens Sicherheitsminister gab sie nun mit 319 an. Es könnte aber weitaus mehr Opfer geben.

Bei dem verheerenden Erdbeben auf der indonesischen Ferieninsel Lombok am Sonntag sind nach einer neuen Zwischenbilanz mindestens 319 Menschen ums Leben gekommen. Das sagte Indonesiens Sicherheitsminister Wiranto bei einem Besuch auf der Insel. Befürchtet wird, dass sie noch weiter steigen wird. Das Militär bezifferte die Zahl der Toten bereits auf mehr als 380. Bislang lag die offizielle Zahl der Todesopfer nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde bei 227.

Kurz zuvor hatte es am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) ein Nachbeben der Stärke 6,2 gegeben. Dessen Ausmaß war zunächst unklar. Es führte aber zu Panik und Gebäudeschäden, wie die nationale Katastrophenschutzbehörde mitteilte.

Das bis auf die Nachbarinsel Bali spürbare Erdbeben ereignete sich am Sonntagabend und hatte laut Behördenangaben eine Stärke von 7,0. Es passierte in einer relativ flachen Tiefe von 10,5 Kilometern im Norden der Insel. Dort trat am Donnerstag auch das Nachbeben auf. Es hatte laut der Erdbebenwarte des Landes eine Stärke von 6,2 und trat in einer Tiefe von lediglich zwölf Kilometern auf. Die US-Erdbebenwarte USGS sprach von einer Stärke von 5,9. Mit einem Tsunami wurde nicht gerechnet.

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Innerhalb von etwas mehr als einer Woche ist Lombok nun von einem dritten größeren Erdbeben heimgesucht worden. Seit der Erschütterung vom Sonntag sind dort mehr als 150.000 Menschen obdachlos geworden. Für sie wurden provisorische Notunterkünfte eingerichtet. Hilfen sind nach Angaben des indonesischen Roten Kreuzes in ländlichen Gebieten immer noch nicht zu schätzungsweise 20.000 Menschen durchgedrungen. Am 29. Juli wurden bei einem Beben der Stärke 6,4 mindestens 16 Menschen getötet.

Lombok ist wie das benachbarte Bali für seine schönen Strände und Berge bekannt. Erdbeben kommen in Indonesien wegen der Lage des Landes auf dem pazifischen Feuerring mit Vulkanen und Verwerfungslinien relativ häufig vor.

(das/mba/AP/dpa)