Leichen nach Egyptair-Absturz im Mittelmeer geborgen

Mittelmeer: Leichen nach Egyptair-Absturz geborgen

Ein Suchtrupp im Mittelmeer hat alle bislang lokalisierten Überreste von Passagieren des abgestürzten Egyptair-Flugzeugs geborgen.

Die sterblichen Überreste sollten zunächst in Alexandria von Gerichtsmedizinern untersucht und dann zur DNA-Analyse weiter nach Kairo gebracht werden, teilte die ägyptische Untersuchungskommission mit.

Das Spezial-Suchschiff "John Lethbridge" werde erneut an die Absturzstelle aufbrechen und eine "neue intensive Suche auf dem Meeresboden nach weiteren menschlichen Überresten vornehmen", teilte die Kommission mit. Die Suche werde fortgesetzt, bis sichergestellt sei, dass am Meeresgrund keine weiteren Überreste der Passagiere mehr verblieben.

Stimmenrekorder könnte helfen

Die Datenspeicher des Stimmenrekorders der Egyptair-Maschine sind intakt. Damit könne die Auswertung der Daten beginnen, sobald der Flugschreiber zurück in Ägypten sei, bestätigten Ermittler in Kairo am Wochenende. Der Stimmenrekorder, der als zweiter Datenschreiber gefunden wurde, ist derzeit zur Reparatur in Frankreich, um Teile zu ersetzen, die zur Übertragung der Daten notwendig sind. Die Auswertung des ersten Datenschreibers hatte bestätigt, dass sich vor dem Absturz des Flugzeuges auf einer der Toiletten und im Bereich der Bordelektronik Rauch ausgebreitet hatte.

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Die Maschine der ägyptischen Fluggesellschaft EgyptAir war am 19. Mai auf dem Weg von Paris nach Kairo mit 66 Menschen an Bord im Mittelmeer zerschellt. Unter den Opfern sind 40 Ägypter und 15 Franzosen. Das französische Ortungsschiff "John Lethbridge" kann den Meeresgrund bis zu einer Tiefe von 6000 Metern absuchen und Bildaufnahmen machen. Es unterstützt seit Anfang Juni den Sucheinsatz im Mittelmeer.

(crwo/AFP/dpa)
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