Vom Navi in die Irre gelenkt Lastwagenfahrer drei Tage in Kurve gefangen

London (RPO). Einem tschechischen Lastwagenfahrer ist im Südwesten Englands sein Vertrauen in sein Navigationssystem zum Verhängnis geworden. Der Mann blieb mit seinem 40-Tonner auf einer von dichtem Gestrüpp zugewucherten Landstraße in einer Kurve stecken - drei Tage lang.

Alle Versuche, seinen Lastwagen zurückzusetzen, scheiterten, weil die Räder durchdrehten, berichtet die britische "Times".

Der 45-Jährige Jiri Odehnal ging den GPS-Anweisungen auf den Leim, obwohl er misstrauisch geworden war. Er fragte Passanten, ob er wirklich auf dem richtigen Weg sei, niemand aber verstand sein gebrochenes Englisch. Zu allem Unglück wollte sein Auftraggeber am Wochenende keinen Abschleppdienst einschalten, weil ihm das zu kostspielig war. Nach drei Tagen wurde der Lastwagen schließlich von einem Traktor freigeschleppt.

Der 19-jährige Mat Auburn aus dem nahegelegenen Dorf Ivybridge erzählte, es sei nicht das erste Mal gewesen, dass ein Brummifahrer in diese Falle geriet. Nach seinen Angaben geben die GPS-Systeme gerne die Abkürzung zwischen zwei Nationalstraßen als optimale Verbindung an.

(afp)