1. Panorama
  2. Ausland

Kongsberg: Attentäter erstach laut Polizei Opfer - Pfeil und Bogen nur zu Beginn eingesetzt

Neue Erkenntnisse aus Kongsberg : Attentäter erstach laut Polizei Opfer - Pfeil und Bogen nur zu Beginn eingesetzt

Pfeil und Bogen waren letztlich wohl nicht die Tötungswerkzeuge. Die fünf Todesopfer des Anschlags im norwegischen Kongsberg sind laut neuester Erkenntnisse der Polizei mit einem „scharfen Gegegnstand“ erstochen worden.

Bei seinen Angriffen habe der Täter "irgendwann Pfeil und Bogen weggeworfen oder verloren", sagte Polizeiinspektor Per Thomas Omholt am Montag vor Medienvertretern. In einer Straße habe er dann die fünf Menschen mit zwei Stichwaffen getötet - manche in ihren eigenen vier Wänden, andere draußen im Freien. Die Ermittlungen befänden sich aber weiterhin in einer frühen Phase. Seine Opfer habe er mit einem "scharfen Gegenstand" erstochen, darunter auch eine 52-jährige Deutsche.

Der 37-jährige Däne Espen Andersen B. hat gestanden, am vergangenen Mittwoch in Kongsberg im Südosten Norwegens fünf Menschen getötet und drei weitere verletzt zu haben. Dabei schoss er unter anderem mit Pfeil und Bogen um sich. Insgesamt hatte er mit Pfeil und Bogen den Angaben zufolge auf mehr als zehn Menschen gezielt.

Nach Angriff in Norwegen: Zweifel an Zurechnungsfähigkeit des Täters

Laut Omholt hat B. seine Opfer offenbar wahllos getötet. Welchen "scharfen Gegenstand" er dabei genau nutzte, wollte der Polizeiinspektor aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen.

Nach seinen Angaben gehen die Ermittler inzwischen davon aus, dass B. in erster Linie psychische Probleme hat. Die Hypothese, er sei zum Islam konvertiert und habe sich radikalisiert, habe sich hingegen weiter "abgeschwächt". Rund 60 Zeugen seien mittlerweile befragt worden, insgesamt habe man mit etwa 140 Menschen gesprochen.

(felt/AFP)