Kolumbus-Statue in den USA ausgerechnet am Kolumbus-Tag geschändet

Rot von Kopf bis Fuß : Kolumbus-Statue in den USA ausgerechnet am Kolumbus-Tag geschändet

Die Vereinigten Staaten von Amerika haben am Montag den Tag ihres Entdeckers Christoph Kolumbus gefeiert. In der US-Stadt Providence wurde eine Statue des Seefahrers massiv beschädigt.

Für manche Kritiker in den USA ist die Entdeckung Amerikas kein Grund zum Feiern: Am amerikanischen Feiertag Columbus Day haben Unbekannte ein Denkmal für Christoph Kolumbus im Staat Rhode Island geschändet. Die Statue in der Hauptstadt Providence war am (heutigen) Montag von Kopf bis Fuß mit roter Farbe beschmiert. Gegen den Sockel lehnte ein Schild mit der Aufschrift: „Stoppt das Feiern des Genozids“. Schon in der Vergangenheit haben Kritiker das Denkmal ins Visier genommen.

Der Entdecker der Neuen Welt polarisiert in den USA. Der Columbus Day soll nach dem Willen mancher amerikanischer Ureinwohner in den Tag für indigene Völker umbenannt werden. Die Kritik lautet, dass Kolumbus den jahrhundertelangen Genozid an den amerikanischen Urvölkern einleitete.

Die Polizei ermittelt zu dem Vorfall in Providence. Die Statue werde gereinigt, teilte die Stadt mit.

(mja/dpa)
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