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Kolumbien: Mehr als 30 Kinder sterben in brennendem Bus

Kolumbien : Mehr als 30 Kinder sterben in brennendem Bus

Tragödie in Kolumbien: Ein Feuer in einem überfüllten Bus hat mindestens 33 Kinder das Leben gekostet. Weitere 19 Kinder und Erwachsene wurden verletzt.

Am Montag nahmen die Behörden den Busfahrer fest, weil Zeugen ausgesagt hatten, er habe bei laufendem Motor Benzin aus einem Kanister nachgefüllt. Dies berichtete der Bürgermeister der Stadt Fundación, wo sich das Unglück am Vortag ereignet hatte.

Der Bus hätte die Kinder im Alter zwischen ein und zwölf Jahren und einige Erwachsene von einem Gottesdienst einer evangelikalen Kirche nach Hause zurückbringen sollen. Im Fahrzeug befanden sich nach Angaben der Behörden etwa 50 Personen, obwohl es nur für 38 zugelassen war. 32 Kinder starben direkt nach dem Unglück.

Am Montag erlag dann ein siebenjähriger Junge seinen schweren Verbrennungen.
Von den 19 weiteren Verletzten im Krankenhaus waren noch etwa die Hälfte in ernstem Zustand.

Präsident Juan Manuel Santos, der eine Woche vor der Präsidentenwahl noch letzte Wahlkampfveranstaltungen in der Hauptstadt Bogotá geplant hatte, reiste nach Fundación und rief einen Tag der nationalen Trauer aus. "Gestern habe ich den Schmerz der Mütter und Väter gesehen", sagte Santos am Montag in einem Radiointerview. Er verlangte eine gründliche Untersuchung, um ähnlich sinnlose Tragödien künftig zu vermeiden.

Fundación liegt etwa 750 Kilometer nordöstlich von Bogotá im Department Magdalena und hat rund 80 000 Einwohner. Der 54-jährige Händler Nelson Tapias berichtete, er habe eine Enkelin und mehrere Neffen bei dem Unfall verloren. "Mein Herz ist zerrissen in sechs Teile", sagte er der Nachrichtenagentur AP am Telefon.

Der Obsthändler Manuel Solis betrauert ebenfalls einen Enkel. "Das Schmerzlichste und Seltsamste dabei ist, dass Jesús zum ersten Mal in die Kirche gegangen war", sagte er.

(dpa)