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Kokainhandel: Wie Europa zur Drehscheibe wurde

In Europa wird heute mehr Kokain angeboten als je zuvor. Verpackt zwischen Bananen oder Ananas gelangen Drogen auf den Kontinent. Zollfahnder beschlagnahmen Rekordmengen in europäischen Häfen. 73 Tonnen Kokain sind im vergangenen Jahr allein im Hafen von Rotterdam sichergestellt worden. In Hamburg waren es mehr als 19 Tonnen 2021 wurden nach vorläufigen Daten 240 Tonnen in der EU sichergestellt. Für den Kokain-Boom gibt es viele Gründe. Die Produktion in Südamerika stieg nach Angaben von Europol enorm und die Kartelle arbeiten professioneller. Die Drogenexperten schätzen, dass allein in Kolumbien jährlich 2000 Tonnen Kokain produziert werden. Mehr als 60 Prozent davon komme nach Europa. Vom lukrativen Geschäft wollen auch immer mehr Gruppen profitieren. Doch mehr Konkurrenz führt auch zu mehr Gewalt. Im Zuge der Ermittlungen wurden in den Niederlanden und Belgien insgesamt weitere gut 18 Tonnen gefunden. Und nicht nur das: Am Ende wurden auch die Täter ausfindig gemacht. Nach Razzien in Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Spanien und Paraguay wurden etwa 20 Verdächtige festgenommen - darunter auch der mutmaßliche Drahtzieher. Doch laut Europol ist dies alles nur die Spitze des Eisberges.

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