Zwillingsgeburt in Neuseeland: Kim Dotcom meldet sich mit zwei "Kiwis" zurück

Zwillingsgeburt in Neuseeland : Kim Dotcom meldet sich mit zwei "Kiwis" zurück

In den USA warten die Staatsanwälte auf ihn, in Neuseeland hat er jedoch alle Hände voll zu tun: Megaupload-Gründer Kim Dotcom hat allem Anschein nach Nachwuchs bekommen. In einem Blog posiert er mit Zwillingen auf dem Arm.

Kim Schmitz alias Dotcom geht es offenbar derzeit ganz gut. Gegen eine saftige Kaution ließen ihn die Richter in Neuseeland auf freien Fuß, vor wenigen Tagen erlaubte ihm das Gericht dann auch noch, trotz Hausarrest wieder Mercedes zu fahren und Geld auszugeben.

Nun gibt es im Hause Dotcom offensichtlich auch noch Nachwuchs. In dem Technik-Blog "Torrent Freak" ist er mit zwei Säuglingen auf dem Arm zu sehen, dazu vermeldet das Portal, der Megaupload-Gründer sei in der vorigen Woche stolzer Vater von Zwillingen geworden.

Normalerweise wendet sich Kim Dotcom gerne selbst über das Internet an die Öffentlichkeit. Das Netz ist voll von Bildern, Videos und Mitteilungen, in denen der Multi-Millionär mit seinen Vorlieben protzt: Teure Autos, Bikini-Mädchen, Villen, Luxus, Promis, Geld. Problem derzeit: Durch Gericht verbietet dem schwergewichtigen Familienvater den Zugang zum Internet.

Wie nun "Torrent Freak" an Bild und Mitteilung gekommen ist, lässt das Portal im Dunkeln. Der Text liest sich freilich wie eine Pressemitteilung aus der Megaupload-Villa in Auckland. "Zwei gesunde Kiwis wurden gestern geboren", zitiert das Blog den gebürtigen Kieler unter Berufung auf eine Mitteilung von Freitag.

Einen Monat nach seiner Freilassung gegen Kaution habe Ehefrau Mona zwei gesunde Zwillingsmädchen zur Welt gebracht, berichtet das Portal weiter. Die beiden seien im "National Women's Hospital" in Auckland geboren worden. Auch über das Gewicht der Babys (2,4 und 2,8 Kilogramm) wird der Leser informiert. Die Dotcoms hätten bereits drei Kinder - Kimmo, Kaylo und Kobi.

Kim habe sich im Krankenhaus noch über die Ermittlungen der US-Behörden gegen ihn lustig gemacht. "Als sie mich fragten, ob ich die Plazenta behalten wollte (verrückte Frage), sagte ich 'Ja, und schickt sie bitte gleich zur forensischen Untersuchung an das FBI.'" So könnten die gleich sicherstellen, dass keine Piraten-DNA darin enthalten ist.

Dotcom spielt damit auf die Vorwürfe gegen ihn an, er habe mit dem Portal Megaupload Produkt-Piraterie in großem Stil betrieben. Genau deswegen will ihn auch die US-Justiz vor Gericht stellen und verlangt seine Auslieferung. Megaupload sei einer der größten Umschlagplätze für illegale Kopien von Musik und Filmen gewesen. Den Rechteinhabern sei eine halbe Milliarde Dollar Schaden entstanden. Die Anhörung zur Auslieferung ist für den 20. August angesetzt.

Bis dahin darf sich Dotcom bei seiner nun auf sieben Personen angewachsenen Familie in seinem Haus nördlich von Auckland aufhalten. Nach seiner Festnahme im Januar war er vier Wochen im Gefängnis, ehe er gegen Zahlung einer Kaution unter strengen Auflagen freigelassen wurde.

(pst)
Mehr von RP ONLINE