Kalifornien: Schlammlawine fordert bislang 17 Menschenleben

Kalifornien: Schlammlawine fordert bislang 17 Menschenleben

Bisher haben die Rettungskräfte nach den verheerenden Unwettern in Kalifornien 17 Leichen aus den Schlammmassen geborgen worden. Weitere 17 Personen wurden am Donnerstag noch vermisst, wie die Behörden mitteilten.

Hunderte Feuerwehrleute und Polizisten wühlten sich in dem noblen Küstenort Montecito durch knietiefen Matsch und schafften Geröll zur Seite, um mögliche weitere Opfer zu bergen.

Vor allem das Warten und die Unwissenheit mache ihr zu schaffen, sagte Kelly Weimer, deren Elternhaus komplett zerstört wurde. Sie suche in Krankenhäusern und Notunterkünften nach ihren Eltern, die einer Aufforderung zur freiwilligen Evakuierung der Gegend nicht gefolgt waren, um am Montagabend den 89. Geburtstag ihres Vaters zu feiern.

In Montecito, nordwestlich von Los Angeles, leben rund 9000 Menschen. Auch Stars wie Oprah Winfrey haben dort ein Haus. Doch nach den Sturzfluten am Dienstag und den dadurch ausgelösten Schlammlawinen war das einst idyllische Örtchen ein Katastrophengebiet. Der Sheriff des Bezirks Santa Barbara County, Bill Brown, verglich Montecito mit einem Kriegsschauplatz. Schlamm und Geröll hatten mehr als 100 Häuser zerstört, Autos waren nur noch Wracks und die Straßen nicht mehr passierbar. "Wir müssen alles zu Fuß machen", sagte Dan Page, der ein Team aus Helfern aus Los Angeles leitet. Bis Mittwochabend hatten die Einsatzkräfte rund drei Viertel des Suchgebiets abgegrast.

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Bis die Arbeit beendet sei, könnte es aber noch mehrere Tage dauern, sagte Page. Man wolle aber nicht die Hoffnung aufgeben, irgendwo noch jemanden lebend zu finden. "Man weiß es nie. Man weiß nicht genau, wozu der menschliche Körper in der Lage ist", sagte Page.

Die Region war im Dezember bereits vom größten Waldbrand in Kaliforniens Geschichte heimgesucht worden. Montecito selbst wurde verschont, aber das Feuer fraß sich durch die Vegetation in der Umgebung. Dadurch wurden nach Meinung von Experten auch einige Hänge so freigelegt, dass es zu der Schlammlawine kommen konnte.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Schlammlawinen in Kalifornien - mindestens 19 Tote

(felt)