Kältewelle USA: Das sollte man bei 45 Grad minus vielleicht nicht machen

Kältewelle regiert das Land : Wie sich die Amerikaner bei minus 45 Grad die Zeit vertreiben

Die klirrende Kälte in den USA hält die Menschen auf Trab. Doch was tun bei minus 45 Grad? Die Amerikaner haben sich da was einfallen lassen.

Eines vorweg. Die Kälte in den USA kann gefährlich sein, sogar tödlich: Mindestens acht Menschen sind bei der Rekordkälte im Mittleren Westen der USA ums Leben gekommen.

Wegen der bitteren Kältewelle warnte der Gouverneur von Illinois, J.B. Pritzker: „Das kalte Wetter könnte uns Temperaturen bringen, die wir vorher noch nicht erlebt haben. Sie stellen eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit der Menschen im ganzen Staat dar“, schrieb Pritzker auf Twitter.

Auch der Gouverneur von Wisconsin, Tony Evers, rief wie Pritzker den Katastrophenfall aus. Im Bundesstaat Iowa, wo ähnliche Tiefstwerte erwartet werden, empfiehlt die zuständige Behörde, „tiefe Atemzüge“ zu vermeiden und so wenig zu sprechen wie möglich: „Das hier ist kein Fall von: 'Naja, es ist Iowa im Winter und diese Kälte kommt nun einmal vor.'“ In vielen Bundesstaaten bleiben Schulen geschlossen.

Im Netz tummeln sich aber auch die witzigen Seiten, die der Rekordfrost so mit sich bringt. Ein eingefrorenes Shirt, das so hart ist wie ein Brett zum Beispiel. Twitter-User „Baseball King“ postete ein Video, das die Wirkung der Kälte eindrucksvoll zeigte. Das schwarze T-Shirt des Baseball-Clubs Chicago White Sox ist gefroren. Es anzuziehen, ist unmöglich. Der Kommentar des Nutzers: „Es friert in Chicago“. Ob Schneemann, Seifenblasen oder eben T-Shirts im Freien: Ein bisschen Spaß muss auch in der Kälte sein.

Die gefühlten Temperaturen - in den USA spricht man von „Windchill“-Werten - liegen derweil noch deutlich tiefer. Schon am Dienstagmorgen wurden laut NWS im US-Bundesstaat Maine Werte von bis zu minus 49 Grad Celsius errechnet.

Der „Windchill-Effekt“ beschreibt die Abkühlung der Haut durch erhöhte Windgeschwindigkeit. Über den Kurznachrichtendienst Twitter warnt der Wetterdienst, „Windchill“-Werte ab minus 40 Grad Celsius könnten auf unbedeckter Haut bereits innerhalb weniger Minuten zu Erfrierungen führen.

(mja)
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