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Justiz leitet Ermittlungsverfahren gegen Attentäter von Nizza ein

Anschlag mit drei Todesopfern : Justiz leitet Ermittlungsverfahren gegen Attentäter von Nizza ein

Mehr als einen Monat nach dem Terroranschlag von Nizza mit drei Toten ist gegen den mutmaßlichen Attentäter ein Ermittlungsverfahren eröffnet worden. Der Tatverdächtige konnte wochenlang nicht vernommen werden.

Dem 21-jährigen Tunesier werden unter anderem Mord mit Terrorhintergrund und Beteiligung an einer kriminellen terroristischen Vereinigung vorgeworfen, wie die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft am Montag mitteilte. Der Mann sei verhört und in Untersuchungshaft genommen worden.

Der Tatverdächtige konnte wochenlang wegen seines Gesundheitszustands nicht vernommen werden. Er war von Sicherheitskräften angeschossen worden und kam schwer verletzt ins Krankenhaus. Er wurde dort positiv auf das Coronavirus getestet und wurde Anfang des Monats in eine Klinik im Pariser Großraum verlegt. Zeitweise hatte er in Lebensgefahr geschwebt. Die Staatsanwaltschaft machte nun keine Angaben zu seinen Gesundheitszustand. Es ist aber davon auszugehen, dass dieser sich verbessert hat.

Der 21-jährige tötete laut Ermittlern Ende Oktober in einer Kirche in Nizza drei Menschen brutal mit einem Messer. Er war demnach kurz zuvor über Italien nach Frankreich gekommen. Auf seinen Mobiltelefonen wurden laut Staatsanwaltschaft Fotos mit Bezug zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gefunden. In einer Audiodatei bezeichne der Verdächtige Frankreich als ein „Land der Ungläubigen“.

(chal/dpa)