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Julian Assange geht in Berufung gegen Auslieferung an USA​

Kurz vor Fristende : Assange geht in Berufung gegen Auslieferung an USA

Lange hat er eine Entscheidung hinausgezögert. Am Freitag hat Wikileaks-Gründer Julian Assange nun aber doch Berufung gegen die Entscheidung der britischen Regierung eingelegt, ihn an die USA auszuliefern. Dies teilte die britische Justiz am letztmöglichen Tag für eine Berufung mit.

Vor dem Innenministerium in London demonstrierten erneut mehrere dutzend Menschen gegen die geplante Auslieferung. Unter ihnen war auch Assanges Ehefrau Stella.

Nach jahrelangem juristischen Tauziehen hatte die britische Regierung vor zwei Wochen grünes Licht für die Auslieferung des 50-jährigen Australiers an die USA gegeben. Assange sitzt seit drei Jahren im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh nahe London ein. Zuvor hatte er sieben Jahre in der ecuadorianischen Botschaft in London gewohnt und sich damit dem Zugriff der britischen Justiz entzogen.

In den USA droht Assange eine Haftstrafe von bis zu 175 Jahren, weil er 2010 auf seiner Website Wikileaks rund 700.000 vertrauliche Dokumente unter anderem zu Aktivitäten des US-Militärs im Irak und in Afghanistan veröffentlicht hatte.

(felt/AFP)