Jordanien will Dschihadistin Sadschida al-Rischawi hinrichten

Rache für getöteten Piloten Kassasbeh: Jordanien will irakische Dschihadistin Rischawi hinrichten

Nach der Hinrichtung des jordanischen Piloten Maas al-Kassasbeh durch die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) will Jordanien nach Angaben aus Sicherheitskreisen die inhaftierte irakische Dschihadistin Sadschida al-Rischawi exekutieren.

Al-Rischawi werde am Mittwoch hingerichtet, sagte ein Sicherheitsvertreter am Dienstagabend der Nachrichtenagentur AFP. Die jordanische Regierung hatte nach Bekanntwerden der Tötung al-Kassasbehs eine "fürchterliche" Antwort angekündigt.

Foto: afp, sh

"Die Todesstrafe gegen (...) die Irakerin Sadschida al-Rischawi wird morgen im Morgengrauen vollstreckt", sagte der Sicherheitsvertreter, der nicht namentlich genannt werden wollte. Al-Rischawi war nach einer Anschlagsserie auf drei Hotels in Amman, bei der Ende 2005 sechzig Menschen getötet wurden, festgenommen und im April 2006 zum Tode verurteilt worden.

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In ihren im jordanischen Staatsfernsehen übertragenen Geständnissen, erklärte sie, dass sie es im letzten Moment nicht geschafft habe, den Zünder ihres Sprengstoffgürtels zu betätigen. Gemeinsam mit ihrem Mann, der sich im Radisson-Hotel mitten in einer Hochzeitfeier in die Luft sprengte, und zwei weiteren Attentätern war sie zu den Parallel-Anschlägen aufgebrochen.

Die 44-jährige Irakerin, die seit neun Jahren in einer jordanischen Todeszelle sitzt, ist für den IS eine ausgesprochen wichtige Symbolfigur. Der IS hatte in Verhandlungen mit Amman zunächst einen Austausch al-Kassasbehs gegen al-Rischawi angeboten, allerdings war der Pilot laut dem jordanischen Staatsfernsehen zu diesem Zeitpunkt bereits tot.

(AFP)
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