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Jemen: Bürgerkrieg sorgt für schlimmste Hungersnot seit Jahrzehnten

„Schlimmste Hungersnot seit Jahrzehnten“ : Millionen Menschen könnten laut UN im Jemen verhungern

Seit 2014 herrscht im Jemen ein Bürgerkrieg, viele Menschen sind von der Nahrungsmittelversorgung abgeschnitten. Die UN warnt: Hier droht die schlimmste Hungersnot seit Jahrzehnten.

Dem Bürgerkriegsland Jemen droht laut der UNO die weltweit schlimmste Hungersnot seit Jahrzehnten. "Ohne sofortiges Handeln könnten Millionen Menschen ums Leben kommen", erklärte UN-Generalsekretär António Guterres am Freitag. Ein Grund für die drohende Hungersnot sei die "drastische Kürzung" der Hilfsgelder im Vergleich zu den Jahren 2018 und 2019.

Die Instabilität der jemenitischen Währung Rial sowie das Verhalten der Konfliktparteien im jemenitischen Bürgerkrieg seien weitere Gründe, hieß es in der Erklärung. "Ich fordere all jene mit Einfluss auf, in dieser Sache dringend zu handeln, damit eine Katastrophe abgewendet werden kann", erklärte Guterres.

Seit 2014 herrscht im Jemen ein Bürgerkrieg zwischen der von Riad unterstützten Regierung und schiitischen Huthi-Rebellen, die vom Iran unterstützt werden. In dem Konflikt wurden seither zehntausende Menschen getötet, viele von ihnen Zivilisten.

Die jüngste Warnung der UNO fällt in eine Zeit, in der laut Berichten US-Präsident Donald Trump beabsichtigt, die Huthi-Rebellen als Terrororganisation einzustufen. Hilfsorganisationen befürchten, dass sich dadurch die ohnehin schwierige Situation weiter verschlimmert.

Guterres ging in seiner Erklärung nur indirekt darauf ein: "Ich bitte auch darum, dass jeder Handlungen vermeidet, die die ohnehin schon bedrohliche Lage noch verschlimmern könnten", hieß es in der Erklärung.

(sed/AFP)