Jeff Bezos: Amazon-Chef von Revolverblatt National Enquirer mit Nacktfotos erpresst?

Amazon-Chef: Jeff Bezos wirft Boulevardzeitschrift Erpressung mit Nacktfotos vor

Der schwerreiche Amazon-Chef Jeff Bezos wirft dem US-Boulevardblatt „National Enquirer“ öffentlich Erpressung vor. Es geht um Nacktfotos und pikante Details aus Bezos' Liebesleben. Die Zeitung sagt, sie habe sich rechtmäßig verhalten.

Amazon-Chef Jeff Bezos hat dem Verleger einer US-Boulevardzeitung Erpressung im Zusammenhang mit intimen Fotos vorgeworfen. Der „National Enquirer“ habe damit gedroht, die Fotos von ihm zu veröffentlichen, wenn er Ermittlungen gegen das Boulevardblatt nicht einstelle, teilte Bezos am Donnerstag in einem Blog-Eintrag auf Medium.com mit.

Der „National Enquirer“ hatte vergangenen Monat einen Bericht über eine außereheliche Affäre von Bezos veröffentlicht. Darin hieß es, der Internet-Unternehmer habe „vulgäre Textnachrichten und anschmachtende Liebesnachrichten“ an die frühere TV-Nachrichtensprecherin Lauren Sanchez geschickt, bevor er seine Trennung von seiner Frau bekanntgegeben habe. In der Folge beauftragte Bezos ein Team aus Privatermittlern damit, herauszufinden, wie der „National Enquirer“ an anzügliche Textnachrichten zwischen ihm und Sanchez gekommen sei.

Wie Bezos nun publik machte, wandte sich anschließend eine Rechtsvertretung der Mutterfirma des „National Enquirers“, American Media Inc., an ihn. „Sie sagten, sie hätten mehr Textnachrichten und Fotos, die sie veröffentlichen würden, wenn wir unsere Ermittlung nicht einstellen.“ Am Mittwoch nun sei ihm ein Deal angeboten worden: Die Boulevardzeitung werde die intimen Fotos nicht veröffentlichen, wenn Bezos und seine Detektive eine öffentliche Stellungnahme herausgäben, in der es heiße, dass sie keinen Grund zur Annahme hätten, dass die Berichterstattung von „National Enquirer“ „politisch motiviert oder von politischen Kräften beeinflusst“ sei.

Die US-Boulevardzeitung „National Enquirer“ wehrt sich gegen die Erpressungsvorwürfe von Amazon-Chef Jeff Bezos. Bei der Berichterstattung habe sich das Blatt rechtmäßig verhalten, teilte dessen Mutterkonzern American Media Inc. am Freitag mit. Das Unternehmen habe mit Bezos „Verhandlungen in gutem Glauben“ geführt.

(mja/dpa)
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