Oscar-Preisträger demonstriert in Spanien: Javier Bardem geht auf die Straße

Oscar-Preisträger demonstriert in Spanien : Javier Bardem geht auf die Straße

In Spanien gehen die Menschen auf die Straßen. Sie demonstrieren gegen den Sparkurs der Regierung. Auch Künstler protestieren gegen eine Anhebung der Mehrwehrtssteuer. Unter den Demonstranten in Madrid war auch ein bekanntes Gesicht aus Hollywood: Oscar-Preisträger Javier Bardem.

Der in Spanien geborene Schauspieler Javier Bardem hat sich den Protesten in Madrid gegen den drastischen Sparkurs der Regierung von Mariano Rajoy angeschlossen. An der Seite seines Bruders und seiner Mutter war er mit seinen Landsleuten auf die Straße gegangen.

"Es ist ungerecht, weil die Regierung, anstatt den Finanzsektor für die Folgen seiner Taten bezahlen zu lassen, das gesamte Gewicht auf die Arbeitslosen, die Kranken und die Rentner abwälzt", sagte Bardem der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstagabend bei einer Protestkundgebung hunderter Künstler vor dem Kulturministerium.

Bardem kritisierte die Anhebung der Mehrwertsteuer, die künftig auch für Kino- und Theaterkarten auf 21 Prozent ansteigt. "Mit der Anhebung der Mehrwertsteuer wird die kulturelle Aktivität in diesem Land erstickt", sagte der Schauspieler, der Bart und Sonnenbrille trug.

Bardem nannte es ein "Privileg", von Filmen außerhalb Spaniens leben zu können, in einem Moment, da viele Spanier auf der Suche nach Arbeit das Land verlassen. "Sie werden das Land leerräumen und vielen Generationen ihre Zukunft nehmen."

Javier Bardem wurde auf Gran Canaria geboren und spielte seinen ersten Film im Jahr 1990. Ende der 90er Jahre wurde Hollywood auf ihn aufmerksam, nachdem er bereits in Europa mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde. Für seine Rolle in "No Country for Old Men" wurde er dann sogar mit einem Oscar als bester Nebendarsteller gekürt.

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(sap)