Italien verhängt den Notstand in Venedig

Dramatisches Hochwasser : Italien verhängt den Notstand für Venedig

Die italienische Regierung hat nach dem dramatischen Hochwasser in Venedig den Notstand in der Lagunenstadt verhängt. Für die dringendsten Maßnahmen wurden 20 Millionen Euro bereitgestellt.

Das Kabinett habe den Notstand gebilligt, teilte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Donnerstagabend im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. 20 Millionen Euro sollten "für die dringendsten Maßnahmen" bereitgestellt werden, fügte Conte hinzu.

Das als "Acqua Alta" bekannte Hochwasser in Venedig war in der Nacht zum Mittwoch auf einen Pegel von 1,87 Meter gestiegen. Der Markusplatz und die Krypta des Markusdoms standen unter Wasser. Nur einmal seit Beginn der Aufzeichnungen hatte das Wasser noch höher gestanden: 1966 lag der Pegel bei 1,94 Meter. Das von Regen, Wind und den Gezeiten verursachte Hochwasser stieg am Donnerstag nicht noch weiter an, am Freitag sollte es dann bei 1,45 Meter liegen.

Nach Angaben des Präsidenten der Region Venetien, Luca Zaia, standen zwischenzeitig 80 Prozent der Stadt unter Wasser. Bürgermeister Luigi Brugnaro bezifferte die Schäden auf mehrere hundert Millionen Euro.

(csi/AFP)