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"Isaias": Mindestens vier Tote durch Wirbelsturm in den USA

Unwetter in den USA : Mindestens vier Tote durch Wirbelsturm „Isaias“

„Isaias“ hat im Osten der USA für Chaos gesorgt, mindestens vier Menschen starben wegen des Wirbelsturms. Meteorologen glauben, dass er sich auch in den kommenden Tagen kaum abschwächen wird.

Bei seiner Ankunft an der Küste des US-Staats North Carolina war Sturm „Isaias“ als Hurrikan eingestuft. Im Landesinneren sorgte er für Schäden und Chaos. Zwei Menschen seien getötet worden, als ein Tornado am Rande des Unwettersystems eine Wohnwagensiedlung getroffen habe, teilte Gouverneur Roy Cooper im Sender ABC in der Show „Good Morning America“ am Dienstagmorgen mit. Zwei weitere Menschen starben Behördenangaben zufolge in Maryland und New York City, als umstürzende Bäume auf ihre Autos krachten.

Notfallhelfer beendeten die Suche in den Trümmern der Wohnmobile in North Carolina, weitere Opfer seien nicht gefunden worden, sagte Ron Wesson, ein lokaler Behördenvertreter. Vermisst werde niemand mehr, etwa zwölf Menschen seien ins Krankenhaus gekommen. „Es sieht unwirklich aus; es sieht aus wie im Fernsehen. Alles ist weg“, sagte der Sheriff von Bertie County, John Holley, Reportern. Zehn Wohnmobile seien zerstört worden. „Praktisch die ganze Wohnmobilanlage ist weg.“

Besonders betroffen waren zunächst Küstenbewohner an der Grenze zwischen den Bundesstaaten North und South Carolina. Dort sei es stellenweise zu Stromausfällen und Überschwemmungen gekommen, berichteten US-Medien. Am Dienstagnachmittag meldete die Daten-Seite PowerOutage.us, dass rund drei Millionen Kunden in einem halben Dutzend Staaten zumindest kurzfristig ohne Strom gewesen seien.

„Isaias“ war am Montagabend (Ortszeit) in der Nähe von Ocean Isle Beach in North Carolina auf Land getroffen. Dem Nationalen Hurrikanzentrum NHC zufolge brachte er es dabei auf Windgeschwindigkeiten von 136 Kilometern pro Stunde. Später schwächte sich „Isaias“ von einem Hurrikan zu einem Tropensturm ab, am Dienstagabend hatte der Wind noch Geschwindigkeiten von mehr als 100 Kilometer pro Stunde. In der Karibik waren vergangene Woche zwei Menschen ums Leben gekommen.

Durch die Windböen türmten sich an Anlegestellen Dutzende Boote auf, viele Schiffsdecks auf dem Wasser wurden zerstört. Zudem gab es Berichte über Überschwemmungen und Bränden, Dutzende Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Der Sturm wütete nicht nur in Küstennähe. Für die Gegend um Philadelphia im Bundesstaat Pennsylvania und entlang eines Teils der Bundesstraße I-95 galten Sturmflutwarnungen.

Meteorologen gingen nicht davon aus, dass der Sturm sich stark abschwächen würde. „Wir glauben noch immer, dass es sehr starke und böige Winde geben wird“ in den kommenden ein bis zwei Tagen, sagte Hurrikan-Spezialist Robbie Berg der Nachrichtenagentur AP. „Isaias“ bewegte sich laut NHC am Dienstagabend mit knapp 65 Kilometern pro Stunde in Richtung Nordnordost.

(peng/dpa)