Kollision mit Bagger Mindestens 17 Tote bei Zugunglück im Iran

Teheran · Bei einem Zugunglück im Iran sind am Mittwochmorgen mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. Das berichteten iranische Medien unter Berufung auf den Gouverneur der Region im Osten des Landes, Ali Akbar Rahimi.

 Dieses von der iranischen Gesellschaft des Roten Halbmonds zur Verfügung gestellte Foto zeigt Rettungskräfte, die an dem entgleisten Zug im Einsatz sind.

Dieses von der iranischen Gesellschaft des Roten Halbmonds zur Verfügung gestellte Foto zeigt Rettungskräfte, die an dem entgleisten Zug im Einsatz sind.

Foto: dpa/Uncredited

Mehrere Dutzend weitere Passagiere seien bei dem Unfall nahe der Stadt Tabas verletzt worden, teilte die iranische Nachrichtenagentur Isna am Mittwoch unter Berufung auf den Roten Halbmond mit. Demnach war der Zug auf der Strecke zwischen der Pilgerstadt Maschhad und der Wüstenstadt Jasd entgleist. Es werde eine höhere Opferzahl befürchtet, hieß es. Die genaue Ursache war zunächst unklar.

Bilder der Nachrichtenagentur Isna zeigten entgleiste Waggons inmitten von Staub. Rettungskräfte eilten zu dem Unglücksort etwa 50 Kilometer außerhalb von Tabas. Auch Hubschrauber waren im Einsatz, um Schwerverletzte zu retten. Mehrere Hundert Passagiere sollen im Zug gewesen sein. Fünf der sieben Waggons sprangen nach Angaben der nationalen Hilfs- und Rettungsorganisation aus dem Gleis.

Das Unglück erinnert an eine schwere Zugkatastrophe 2016, als im Nordosten Irans Dutzende Menschen getötet und verletzt wurden. Damals wurden die Rettungsarbeiten auch dadurch erschwert, dass der Unglücksort in einer abgelegenen Region lag. Der schwerste Bahnunfall im Iran ereignete sich 2004, als ein mit Chemikalien beladener Güterzug bei Nischabur explodierte und mehr als 300 Menschen in den Tod riss.

(dni/dpa)
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