Eurovision Song Contest: Iran: Aserbaidschan beleidigt den Islam

Eurovision Song Contest : Iran: Aserbaidschan beleidigt den Islam

Der Iran hat den Botschafter des ESC-Gastgeberlandes Aserbaidschan einbestellt. Die Regierung in Teheran zog mit der Begründung, Aserbaidschan beleidige den Islam, zudem seinen eigenen Gesandten in Baku zu Beratungen ab, wie die amtliche Nachrichtenagentur IRNA am Dienstag meldete.

Iranische Geistliche kritisierten Aserbaidschan wegen der Ausrichtung des diesjährigen Eurovision Song Contests (ESC) scharf. Sie warfen der Regierung in Baku außerdem vor, Kundgebungen von Homosexuellen erlaubt zu haben, die im Iran verboten sind. Allerdings fand in Baku noch nie eine Schwulenparade statt.

Die Nachbarländer Iran und Aserbaidschan haben ein angespanntes Verhältnis. Aserbaidschan unterhält im Gegensatz zum Iran gute Beziehungen zu den USA und Israel. Die Regierung in Teheran äußerte in den vergangenen Monaten bedenken, israelische Agenten seien in Aserbaidschan aktiv.

Die aserbaidschanischen Behörden nahmen ihrerseits etwa ein Dutzend Terrorverdächtige fest, die im Auftrag des Irans Anschläge auf amerikanische und israelische Einrichtungen geplant haben sollen.

Erst im Februar hatte Teheran den Botschafter des Irans einbestellt. Zuvor unterzeichnete die Regierung in Baku einen Vertrag über die Lieferung von Rüstungsgütern im Wert von 1,6 Milliarden Dollar mit Israel.

(APD)
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