1. Panorama
  2. Ausland

Amstetten: Inzest-Fall "Rückschlag" für Natascha Kampusch

Amstetten : Inzest-Fall "Rückschlag" für Natascha Kampusch

Köln (RPO). Der Inzest-Fall von Amstetten ist für Natascha Kampusch ein Schock. Der Fall sei für sie "persönlich ein Rückschlag", erklärte die 20-Jährige, die selbst jahrelang in einem Kellerverlies gefangen gehalten wurde. Ihre ganze Vergangenheit stürze wieder auf sie ein.

"Das belastet mich. Und wenn man es jetzt noch wie einen Spiegel vor sich sieht, wird es noch schlimmer", sagte Kampusch in einem am Sonntag vorab veröffentlichten Interview des RTL-Magazins "Extra".

Nach eigenen Worten erfuhr sie durch Fernsehberichte von den Geschehnissen in Amstetten: "Und irgendwie ist meine ganze Vergangenheit auf mich eingestürzt, dass ich das Fernsehen abdrehen musste", wurde Kampusch zitiert. "Ich hätte mir nicht gedacht, dass es das noch einmal geben könnte." Gleichwohl "könnte ich mir durchaus vorstellen, dass jetzt auch woanders welche eingesperrt sind".

Mit Blick auf mögliche persönliche Hilfe für die Opfer sagte Kampusch laut RTL: "Ich möchte mich aber nicht aufdrängen. Eventuell wird es Gespräche geben." Die 20-Jährige Kampusch äußerte sich skeptisch darüber, ob die Amstetten-Opfer überhaupt den Weg in ein normales Leben zurückfinden werden. "Ich weiß nicht, ob die jemals ein normales Leben führen können. Ich bin mir bei mir selbst auch noch nicht sicher, man wird mich immer aus diesem Blickwinkel sehen", sagte sie. Die Sendung soll am Montag um 22.15 Uhr ausgestrahlt werden.

Lesen Sie hier die gesamte Berichterstattung zum Fall Amstetten.

(ap)