Schwere Kollision Mindestens 15 Menschen bei Zugunglück in Indien getötet

Update | Neu Delhi · Ein Güterzug kollidiert im Osten des Landes mit einem Passagierzug. Möglicherweise beachtete eine der Bahnen ein Haltesignal nicht. Mindestens 15 Menschen wurden bei dem Unglück getötet.

 Schaulustige beobachten die Arbeit von Rettungskräften, nachdem ein Güterzug in der Nähe des Bahnhofs von New Jalpaiguri im indischen Bundesstaat Westbengalen einen Personenzug, den Kanchanjunga Express, gerammt hat.

Schaulustige beobachten die Arbeit von Rettungskräften, nachdem ein Güterzug in der Nähe des Bahnhofs von New Jalpaiguri im indischen Bundesstaat Westbengalen einen Personenzug, den Kanchanjunga Express, gerammt hat.

Foto: dpa/Diptendu Dutta

Bei einer Zugkollision in Indien sind mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Zudem seien mehrere weitere verletzt worden, berichteten örtliche Medien wie die Nachrichtenagentur PTI unter Berufung auf Behörden. Demnach stieß am Montag im Bundesstaat Westbengalen ein Güterzug mit einem Passagierzug zusammen. Daraufhin seien Wagen mit Fahrgästen entgleist.

Indien ist das bevölkerungsreichste Land der Erde mit rund 1,4 Milliarden Einwohnern und hat auch eines der größten Bahnnetze der Welt. Viele Züge sind alt und manche Gleise sanierungsbedürftig. Immer wieder kommt es zu Unfällen. Der bisher schlimmste passierte 1981, mindestens 800 Menschen starben. Zuletzt hatte die indische Regierung viel in die Modernisierung der Bahn investiert, unter anderem in Schnellzüge.

Das Büro von Premierminister Narendra Modi verkündete nach dem Unglück am Montag, dass die Familien der Getöteten je eine Entschädigung von 200.000 Rupien (rund 2200 Euro) und Verletzte je 50.000 Rupien (etwa 550 Euro) erhalten sollen. Solche Entschädigungen sind in Indien bei solchen Unfällen üblich.

(esch/dpa)