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Südafrika: Illegale Arbeiter in Goldmine eingeschlossen

Südafrika : Illegale Arbeiter in Goldmine eingeschlossen

In einer stillgelegten Goldmine in Südafrika sind illegale Arbeiter eingeschlossen - ihre genaue Anzahl ist unklar, zuvor war über 200 Männer berichtet worden. Lediglich elf konnten bislang gerettet werden.

In einer stillgelegten Goldmine in Benoni nahe Johannesburg sind weiterhin zahlreiche illegale Arbeiter eingeschlossen. Elf der Verschütteten konnten nach Angaben der Behörden am Sonntagnachmittag gerettet werden. Zuvor hatte ein Sprecher der Rettungskräfte dem Nachrichtensender eNCA gesagt, zu etwa 30 Männern gebe es einen Kontakt, sie seien in nicht allzu großer Tiefe gefangen.

Die Männer, die noch in der Mine seien, würden sich aus Angst vor einer Festnahme weigern, an die Oberfläche zu kommen, berichteten nach Angaben des US-Senders CNN Mitarbeiter des Rettungsdienstes. In der Mine seien noch etwa 19 Männer. Unklar war, wie viele Menschen unter Tage eingeschlossen waren. Frühere Angaben, nach denen 200 eingeschlossen gewesen seien, seien falsch, sagte ein Mitarbeiter des Rettungsdienstes dem Sender. Auch die Polizei ging zunächst von 30 eingeschlossenen Menschen aus.

Da die Arbeiter Hilfe verweigerten, habe der Rettungsdienst seine Maßnahmen unterbrochen. Es stünden aber Einsatzkräfte bereit, falls die Männer doch um Hilfe bitten sollten, sagte Werner Vermaak vom Rettungsdienst ER24 dem Sender BBC.

Gerettete sind unverletzt

Zunächst hieß es, ein Stollen sei zusammengebrochen und versperre den Arbeitern den Rückweg. Später wurde berichtet, die Arbeiter hätten den Rettern erzählt, dass eine rivalisierende Gruppe Felsbrocken in den Schacht geworfen habe.

Von den elf Geretteten war den Angaben zufolge keiner verletzt. Die illegalen Arbeiter wurden nach einer gesundheitlichen Überprüfung von der Polizei befragt. Der Vorfall hatte sich den Berichten nach schon am Samstag ereignet.

Die Rettungskräfte setzten schweres Gerät ein, um zu den Eingeschlossenen vorzudringen. Zahlreiche Rettungsfahrzeuge standen bereit, um gegebenenfalls Verletzte in Krankenhäuser zu bringen. Vor Ort war auch ein ambulantes Hospital in Bereitschaft.

In Südafrika suchen Tausende Menschen illegal in verlassenen Minen nach Edelmetallen. Das Bergwerk in Benoni war schon vor Jahren von der Betreibergesellschaft wegen mangelnder Rentabilität stillgelegt worden.

Vor zehn Tagen starben in einer noch betriebenen Goldmine westlich von Johannesburg acht Bergarbeiter nach einem Feuer. Sie waren nach dem Ausbruch des Brandes in einer Tiefe von etwa 1700 Metern gefangen.

(dpa)