Iguala in Mexiko: 60 Massengräber mit 129 Leichen gefunden

Entführungs-Skandal in Mexiko: 129 Leichen bei Suche nach vermissten Studenten entdeckt

Seit dem Verschwinden von 43 Studenten in der südmexikanischen Stadt Iguala im September 2014 sind die Behörden dort auf mindestens 60 Massengräber mit 129 Leichen gestoßen. Dies teilte das Büro des Generalstaatsanwalts am Sonntag mit.

Demnach könnte die Zahl der von Oktober bis Mai entdeckten Leichen sogar höher sein, weil nur Fälle berücksichtigt wurden, bei denen Experten hinzugezogen wurden. Die Informationen wurden auf Anfrage der Nachrichtenagentur AP herausgegeben.

In Iguala leben 120.000 Menschen, die Stadt liegt 200 Kilometer südlich von Mexiko-Stadt. Eine Konfrontation zwischen jungen Leuten und Polizisten im September 2014 führte dort zum Tod von sechs Menschen, 43 Studenten verschwanden spurlos. Ermittlungen der Regierung ergaben, dass sie von einer Drogenbande entführt, umgebracht und verbrannt wurden.

(ap)