Vogelgrippe geht in China um: Hongkong schlachtet 20.000 Vögel

Vogelgrippe geht in China um : Hongkong schlachtet 20.000 Vögel

China bekommt die jüngste Vogelgrippe nicht in den Griff. Nach dem Tod von mehr als 20 Menschen allein in diesem Monat verboten die Behörden den Handel mit lebendem Geflügel in der meistbetroffenen Provinz Zhejiang.

Die Geflügelmärkte sollen zunächst für drei Monate in den Großstädten und allen betroffenen Kleinstädten geschlossen werden, ab dem 1. Juli wird ihr Betrieb in allen größeren Städten der ostchinesischen Provinz dauerhaft eingestellt, berichtete die Zeitung "Zhejiang Daily" am Dienstag.

Nachdem auch in Hongkong in Geflügel aus dem Festland das H7N9-Virus entdeckt worden war, ordneten die Behörden dort die Schlachtung von 20.000 Vögeln an. Bis zum Nachmittag war bereits mehr als die Hälfte gekeult worden. Der Großmarkt der ehemaligen britischen Kronkolonie wurde zu Desinfektion für 21 Tage geschlossen und damit jeder Geflügelimport vom Festland unterbunden. Auch die Lieferungen von einheimischem Geflügel wurden vorerst eingestellt.

Die Infektionswelle mit dem H7N9-Virus hatte in China im Februar 2013 begonnen. Die Zahl der Erkrankten und der Todesfälle ging im Sommer deutlich zurück, im Winter stieg sie deutlich wieder an. Allein in diesem Monat wurden nach offiziellen Angaben mehr als hundert Menschen mit dem Virus infiziert. Sie steckten sich in der Regel beim Kontakt mit infiziertem Geflügel an - Forscher befürchten jedoch, dass das Virus mutieren, sich von Mensch zu Mensch verbreiten und auf diese Weise eine Pandemie auslösen könnte.

(AFP)