Militärbischof Overbeck in Lourdes: "Homosexuelle Soldaten sollten zu Überzeugung stehen"

Militärbischof Overbeck in Lourdes : "Homosexuelle Soldaten sollten zu Überzeugung stehen"

Der katholische Militärbischof Franz-Josef Overbeck hat sich bei der 54. Soldaten-Wallfahrt in Lourdes zur Homosexualität von Soldaten geäußert. Angesprochen darauf, ob sich schwule Soldaten outen sollten, sagte er, dass "man möglichst klar zu seinen Überzeugungen stehen sollte".

Allerdings schränkte der 47-Jährige ein, dass "man aufpassen muss, dass man auf diese Weise nicht in die Fallen vieler öffentlicher Meinungen gerät". Das gelte aber nicht nur für "diese Form der Lebensführung, sondern für viele andere auch".

"Homosexuelle nicht diskriminieren"

Im April 2010 hatte der Bischof von Essen in der Fernseh-Talkshow von Anne Will für Aufsehen gesorgt, indem er Homosexualität als Sünde bezeichnete. "Das widerspricht der Natur. Die Natur des Menschen ist angelegt auf das Miteinander von Mann und Frau", sagte er damals. Im September 2010 erklärte er bei einem Treffen mit dem Forum Essener Lesben und Schwule, dass es nicht seine Absicht gewesen sei, "homosexuelle Menschen in irgendeiner Weise zu diskriminieren".

Overbeck ist nach 2011 zum zweiten Mal als Militärbischof bei der Soldatenwallfahrt am Fuße der Pyrenäen. Am Freitagabend feierte er mit 11.000 Soldaten aus 34 Nationen, darunter auch Burkina Faso, Elfenbeinküste und Benin in der unterirdischen Basilika Saint-Pie X die Eröffnungsfeier. Aus Deutschland sind 819 Teilnehmer nach Lourdes gereist.

(spol)