Erdbeben erschüttert Japan: Hochhäuser in Tokio gerieten ins Schwanken

Erdbeben erschüttert Japan: Hochhäuser in Tokio gerieten ins Schwanken

Tokio (RPO). Ein Erdbeben der Stärke 6,6 hat am Sonntag die größte japanische Insel Honshu erschüttert. Das Beben habe sich rund 240 Kilometer nördlich der Hauptstadt Tokio ereignet, teilten die Erdbebenwarten in den USA (USGS) und Japan mit. Berichte über Schäden oder Verletzte lagen zunächst nicht vor. Eine Tsunami-Warnung wurde nicht ausgegeben.

Der Erdstoß war auch in Tokio zu spüren, wo Hochhäuser ins Schwanken gerieten. Das Zentrum lag nach Angaben der Erdbebenwarte in Tokio in 40 Kilometern Tiefe rund 80 Kilometer vor der Ostküste von Fukushima - vor der Insel Honshu. Es ereignete sich um 17.08 Uhr Ortszeit (9.09 Uhr MEZ). Die Kernkraftwerksbetreiber Tokyo Electric Power und Tohoku Electric Power berichteten, ihre Atommeiler in der Region arbeiteten normal.

"Es war ziemlich heftig, aber es ist nichts umgefallen", sagte Ken Yoshida von der Stadtverwaltung in Naraha. Rechtzeitig erkannt wurde die seismische Verschiebung vom japanischen Frühwarnsystem. Der Fernsehsender NHK unterbrach daher seine Übertragung eines Sumo-Kampfes und rief die Bewohner von Fukushima auf, einen sicheren Ort aufzusuchen.

In Japan kommt es immer wieder zu Erdbeben, die Region gilt als eine der seismisch aktivsten Gebiete der Welt. Mindestens alle fünf Minuten kommt es zu einem leichten Erdstoß. 1995 kamen bei einem Erdbeben der Stärke 7,2 in der Umgebung der Stadt Kobe etwa 6400 Menschen ums Leben.

(RTR/sdr)