1. Panorama
  2. Ausland

Aufregung in Österreich: Hitler-Schnaps ruft Staatsanwalt auf den Plan

Aufregung in Österreich : Hitler-Schnaps ruft Staatsanwalt auf den Plan

Das Geschäftsmodell, mit Diktatoren-Etiketten die Verkaufszahlen anzukurbeln, war bislang nur aus Italien bekannt. Nun hat sich auch in Österreich ein Händler im Netz damit versucht. Bei ihm lässt sich online unter anderem Hitler-Schnaps erwerben. Nun greift die Staatsanwaltschaft ein.

Wie österreichische Medien berichten, stammt der Händler aus Vorarlberg. Im Internet bietet er Alkoholika mit historischen Figuren und Bildern auf den Etiketten an. "Bei mir bekommen Sie nostalgische Flaschen von ehemals geschichtlichen Größen", so heißt es im Werbetext auf der Homepage.

Besonders gut vertreten sind im Angebot faschistische Diktatoren. Auf den Etiketten sind Adolf Hitler und Hakenkreuze abgedruckt — trotz eines in Österreich geltenden Verbots, Symbole verbotener Organisationen abzubilden.

Medienberichten zufolge wiesen die österreichischen Grünen umgehend auf den möglichen Rechtsverstoß hin. Die öffentliche Bewerbung für Hitler-Wein und Schnaps sei ein Verstoß gegen geltendes Recht. Wie die Nachrichtenagentur APA nun meldet, will der Staatsanwalt die Sache prüfen.

Laut Wikipedia wurde in Österreich mit dem Abzeichengesetz aus dem Jahr 1960 das öffentliche Zurschaustellen von Abzeichen, Uniformen oder Uniformteilen verbotener Organisationen unter Strafe gestellt. Das Gesetz wurde vor allem zu dem Zweck eingeführt, damit Nazi-Propaganda zu unterbinden.

(pst)