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Guardian, New York Times, Reddit: Weltweit etliche Webseiten lahm gelegt

Ausfall großer Websites : Problem bei US-Dienstleister legt weltweit Internetseiten lahm

Weltweit waren am Dienstag zahlreiche Webseiten durch einen Internetausfall nicht erreichbar. Betroffen waren unter anderem Seiten der britischen Regierung, Nachrichtenportale des „Guardian“, der „New York Times“ und „Reddit“.

Ein Ausfall beim US-Cloud-Dienstleister Fastly hat am Dienstag Webseiten weltweit vorübergehend lahm gelegt. Unter anderem Seiten der „New York Times“, des „Guardian“ und von CNN, die Homepage der britischen Regierung und auch Seiten von Amazon waren am Vormittag europäischer Zeit nicht erreichbar. Fastly behob das Problem innerhalb einer Stunde. Danach kam es immer noch zu vereinzelten Störungen.

Der Dienstleister erklärte, man habe das Problem gegen 12 Uhr deutscher Zeit entdeckt und sei dabei, es zu untersuchen. Etwa eine Stunde später teilte das Unternehmen in San Francisco mit, es habe den Fehler gefunden und repariert. Es könne aber zu Problemen kommen, wenn die Webseiten international wieder hochgefahren würden. Eine Reihe Webseiten war anschließend offenbar wieder zu erreichen.

Messungen des US-Unternehmens Kentik zeigten, dass Fastly sich etwa eine Stunde nach dem Ausfall langsam zu erholen begann - lange bevor die meisten Amerikaner aufwachten. „Es sieht so aus, als käme es langsam wieder“, sagte Doug Madory, Experte für Internet-Infrastruktur bei Kentik. Er sprach von einem ernsthaften Problem, weil Fastly eines der größten Netzwerke für Content-Auslieferungen betreibe. Fastly hilft Webseiten, ihre Inhalte auf Servern auf der ganzen Welt zu speichern oder zu „cachen“, so dass diese näher an den Nutzern sind. Auf diese Weise sind Texte, Bilder oder Videos schneller beim Nutzer.

Wegen des Ausfalls bekamen Nutzer in manchen Fällen die Meldung „Fastly error: unknown domain“ angezeigt.

(june/dpa/afp)