Großbriannien: "Jüngster Mörder Europas" wegen Kinderpornografie verurteilt

Drei Jahre Gefängnis: "Jüngster Mörder Europas" wegen Kinderpornografie verurteilt

Er galt einst als jüngster Mörder Europas, nun muss er erneut hinter Gitter. Der Mörder des zweijährigen Briten James Bulger ist erneut zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden.

Der inzwischen 35-jährige Mann gab zu, Tausende kinderpornografische Bilder und eine Anleitung zum Kindesmissbrauch besessen zu haben. Dafür muss er nun für mehr als drei Jahre ins Gefängnis, entschied ein Gericht am Dienstag in London.

Er war erst zehn Jahre alt, als er im Februar 1993 den zweijährigen James Bulger gemeinsam mit einem anderen Jungen aus einem Einkaufszentrum in der Nähe von Liverpool entführte und zu Tode quälte.

  • Als Zehnjähriger tötete er ein Kleinkind : Britischer Kindsmörder zum zweiten Mal auf freiem Fuß

Der Fall versetzte ganz England in Aufruhr und machte weltweit Schlagzeilen. Nach acht Jahren Haft wurde der Täter mit einer neuen Identität entlassen. Danach kam er immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt, unter anderem wegen Drogenbesitzes und Gewalt. Zuletzt saß er von 2010 bis 2013 bereits wegen des Besitzes von Kinderpornografie im Gefängnis.

In dem aktuellen Fall soll der Mann etwa 400 Bilder besessen haben, die besonders schwerwiegenden Missbrauch zeigen. Es sei für jede normale Person herzzerreißend, diese Art von Bildmaterial zu sehen, sagte der Richter am zentralen Londoner Strafgerichtshof Old Bailey am Dienstag.

(wer)