Großbrände in Israel sind unter Kontrolle

23 Festnahmen: Großbrände in Israel sind unter Kontrolle

Die Großbrände in Israel und im Westjordanland sind nach Angaben der Rettungskräfte unter Kontrolle. Es gebe keine aktiven Brandherde mehr, teilte die israelische Feuerwehr am Sonntag mit.

Seit Samstagabend habe sich die Lage beruhigt. In den vergangenen Tagen hatten in Israel und in jüdischen Siedlungen im besetzten Westjordanland mehrere Großbrände gewütet. Zehntausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

In Haifa, der drittgrößten Stadt Israels, waren 60.000 Menschen vor den meterhohen Flammenwänden in Sicherheit gebracht worden. Sie kehrten inzwischen nach und nach wieder zurück, um den Zustand ihrer Häuser zu begutachten. Behördenangaben zufolge entstanden Schäden in Höhe von 120 Millionen Dollar, mehr als 570 Häuser waren unbewohnbar.

Auch in der jüdischen Siedlung Halamisch bei Ramallah im Westjordanland wurden nach Polizeiangaben dutzende Häuser zerstört oder beschädigt. Weitere Brände waren aus den Siedlungen Dolev, Alfei Menasche und Karnei Schomron gemeldet worden.

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An den Löscharbeiten beteiligten sich neben den israelischen Einsatzkräften auch die palästinensische Feuerwehr. Auch aus dem Ausland kam Hilfe, unter anderem war das weltweit größte Löschflugzeug aus den USA im Einsatz.

Die israelische Polizei vermutet, dass mehrere Brände absichtlich gelegt wurden. Sie nahm 23 Menschen fest und befragte sieben weitere Verdächtige. Örtliche Medien spekulierten über palästinensische Brandstifter, die eine "Feuer-Intifada" gegen Israel führen wollten. Vertreter der israelischen Araber, die 17,5 Prozent der Bevölkerung in Israel ausmachen, wiesen die Vorwürfe scharf zurück. Sie seien von den Feuern ebenso betroffen wie ihre jüdischen Nachbarn, erklärten sie.

(AFP)